Wiener Börse zum Schluss: ATX geht mit Verlusten ins Wochenende

Schwache Überseevorgaben und verstärkte Konjunktursorgen ließen den ATX um 1,14 Prozent auf 2032,19 Einheiten rutschen.

Die Wiener Börse hat die Sitzung am heutigen Freitag bei durchschnittlichem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel bis zur Schlussglocke um 23,34 Punkte oder 1,14 Prozent auf 2032,19 Einheiten.

Schwache Überseevorgaben, verstärkte Konjunktursorgen und die geschwundene Hoffnung auf ein Eingreifen der Notenbanken ließen die europäischen Börsen über weite Strecken des Handelstages schwächer tendieren. Angesichts einer freundlichen Wall Street konnten die Abschläge im Späthandel aber vielerorts eingegrenzt und teils sogar in Gewinne umgewandelt werden. In Wien sorgten überdies die Fortsetzung der Berichtssaison für Impulse. So sackten Rosenbauer und Kapsch TrafficCom nach der Vorlage von Zahlen um 3,53 Prozent auf 41,00 Euro bzw. 7,06 Prozent auf 48,98 Euro ab.

Der Feuerwehrausrüster Rosenbauer hatte für das erste Halbjahr einen Rückgang beim Periodenergebnis um 17 Prozent auf 9,5 Mio. Euro vermeldet, wohingegen der Umsatz um 14 Prozent auf 270,7 Mio. Euro zulegte. Beim Ausblick wurde man seitens des Unternehmens vorsichtiger, will aber weiterhin die 600-Millionen-Umsatzmarke knacken. Die Berenberg-Bank-Analysten hoben in einem Kommentar den kräftigen Margendruck hervor, bewerteten gleichzeitig aber die Auftragsentwicklung als "sehr positiv".

Dem Mautspeziaisten Kapsch TrafficCom setzten indes aktuelle Entwicklungen bei Großprojekten in Südafrika und Polen zu und er rutschte im ersten Vierteljahr des Geschäftsjahres 2012/13 in die roten Zahlen. Die Experten der Berenberg Bank sprachen in einer Reaktion von "enttäuschenden Zahlen", die merklich hinter den Schätzungen zurück geblieben seien. Als Silberstreif wurde aber die Verbesserung beim Free Casflow hervorgehoben.

Von Analystenseite gab es außerdem Stimmen zu Flughafen Wien (minus 1,16 Prozent auf 34,00 Euro) und Strabag (plus 0,45 Prozent auf 17,80 Euro). Die Experten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben in Reaktion auf die besser als erwarteten Zweitquartalszahlen des Airport ihr Kurziel für die Aktie von 34 auf 37 Euro nach oben revidiert und ihre Einstufung "hold" bestätigt. Für die Strabag-Aktie gab es seitens der Erste Group indes eine Kurszielsenkung von 21,5 auf nunmehr 17,2 Euro. Die Anlageempfehlung wurde mit "reduce" beibehalten.

Größere Verluste sah wiederum das Bankenschwergewicht Erste Group (minus 3,28 Prozent auf 15,77 Euro), während die Aktie des Branchenkollegen Raiffeisen (plus 1,12 Prozent auf 28,00 Euro) nach schwächerem Verlauf noch den Sprung in die Gewinnzone schaffte. voestalpine gingen in einem europaweit schwachen Sektor um 4,36 Prozent auf 23,05 Euro zurück; ein Analystenhaus hatte sich kritisch zur US-Stahlbranche geäußert.

(APA)

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