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18 Mio. Euro für Doktorate

Euro fuer Doktorate
(c) AP (JOERG SARBACH)
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Durch die zusätzlichen Mittel werden hundert neue Stellen für Doktoranden geschaffen. Förderungen für die neuen Doktoratskollegs werden wie bisher auf Antrag der Universitäten durch den FWF vergeben.

Wien/Apa/J.n. Die „besten Köpfe“ sollen in Österreich gehalten werden, sagt Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP). Und spielt damit auf Medienberichte an, die vor einem „Braindrain“ – einer Abwanderung gut ausgebildeter Menschen aus Österreich – warnen. Um das zu verhindern, müsse vor allem in angehende Wissenschaftler investiert werden. Der erste Schritt des Ministeriums: Der Forschungsfonds FWF erhält zusätzlich 18 Millionen Euro. Dadurch sollen rund 100 neue Doktoratsstellen geschaffen werden.

Gefördert werden mit diesem Geld sogenannte Doktoratskollegs. Diese orientieren sich am US-Modell der „Doctoral Schools“ und sollen die Qualität der Dissertationen sicherstellen. Anstelle des herkömmlichen „Meister-Schüler-Modells“ bei Dissertationen, das einen Doktorvater bzw. eine Doktormutter für den jeweiligen Doktoranden vorsieht, betreut dabei ein Kolleg von zehn bis zwölf Wissenschaftlern eine Gruppe von zehn bis 30 Nachwuchskräften.

 

379 Doktoranden an Kollegs

Derzeit gibt es 32 laufende Kollegs mit insgesamt 379 Doktoranden. Im Schnitt wird ein Kolleg über vier Jahre mit 2,9 Millionen Euro gefördert. Förderungen für die neuen Doktoratskollegs werden wie bisher auf Antrag der Universitäten durch den FWF vergeben. Eine Einschränkung gibt es: Die Kollegs müssen den Forschungsschwerpunkten der einzelnen Unis entsprechen. Anträge können heuer noch bis 30.September eingebracht werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.08.2012)