Uraufführungs-Boom
Jelinek, Reza, Turrini
Der Uraufführungs-Boom setzt sich fort. Das deutschsprachige Theater setzt in der kommenden Saison auf Yasmina Reza, Moritz Rinke, Peter Turrini oder Elfriede Jelinek.
Vier Werke Elfriede Jelineks werden in der kommenden Theater-Saison auf der Bühne zu sehen sein. "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall" wird an den Münchner Kammerspielen am 27. Oktober uraufgeführt. Im Burgtheater zeigt Intendant Matthias Hartmann die Theaterfassung des Jelinek-Textes "Schatten (Eurydike sagt)".
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Im Februar geht es mit "Kein Licht II - Ein Epilog?" im Hamburger Thalia Theater weiter. Kurze Zeit später folgt dann noch am Theater Bremen Jelineks Auseinandersetzung mit der Banken-Misere und dem Euro-Crash in "Aber sicher!".
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Yasmina Rezas "Der Gott des Gemetzels" wurde nicht nur an zahlreichen Theatern nachgespielt, sondern von Roman Polanski auch mit den Hollywoodstars verfilmt. Rezas jüngstes Werk "Ihre Version des Spiels" wird am 2. Oktober in der Regie von Stephan Kimmig am Deutschen Theater Kammerspiele in Berlin uraufgeführt.
La Biennale di Venezia
René Pollesch bringt ganze sechs neue Stücke auf die deutschsprachigen Bühnen. "Neues vom Dauerzustand" wird mit Sophie Rois und einem reinen Frauenensemble am 6. September im Hamburger Schauspielhaus zu sehen sein. Am 15. September zeigt er an der Berliner Volksbühne seine Nacherzählung von Molières "Don Juan" mit Martin Wuttke in der Titelrolle.
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Am Schauspielhaus Zürich kommt im Dezember Polleschs "Macht es für euch!" auf die Bühne. Und unter dem Titel "KapiTal der Puppen" wird am Staatsschauspiel Dresden für Februar 2013 ein neues Pollesch-Werk angekündigt. Noch keine Titel haben die neuen Stücke, die der Diskurstheater-Experte am Schauspiel Stuttgart (12. April 2013) und an der Berliner Volksbühne (23. Mai 2013) herausbringt.
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Das jüngste Werk Moritz Rinkes "Wir lieben und wissen nichts" wird am 14. Dezember am Schauspiel Frankfurt uraufgeführt. Intendant Oliver Reese (im Bild) wird Regie bei dem Stück, das die Tiefen der menschlichen Beziehungen zeigt, führen.
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Dea Loher lässt ihr Stück "Am Schwarzen See" von ihrem Stammregisseur Andreas Kriegenburg am Deutschen Theater Berlin uraufführen. Nach Jahren treffen sich darin zwei Paare wieder, die ein schreckliches Ereignis verbindet. "Vollkommen fremd stehen sie ihrem eigenen Leben gegenüber, unfähig etwas zu verändern, unfähig es anzunehmen", heißt des in der Stückankündigung. Premiere ist am 26. Oktober.
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Nis-Momme Stockmann lässt sein neues Stück "Tod und Wiederauferstehung der Welt meiner Eltern in mir" am 15. September am Schauspielhaus Hannover uraufführen. Hannovers Schauspiel-Intendant Lars-Ole Walburg führt Regie bei der Geschichte um die Macht des Materialismus und einen Banker, der aussteigt, um "das System" zu bekämpfen.
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In der Wiener Josefstadt ist am 16. Mai 2013 Peter Turrinis "Aus Liebe", das der Frage des Warum nachgeht, zu sehen. Regie im Stück um Mord und Todschlag führt Herbert Föttinger.
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Nach Fatih Akins Kinofilm "Kebab Connection" entsteht am Berliner Grips Theater ein neues großes Stück für Jugendliche und Erwachsene. Regisseur Anno Saul ist am 2. Februar 2013 Uraufführungsregisseur der modernen Romeo- und Julia-Geschichte, die mit Klischees spielt, die Deutsche und Türken voneinander haben.
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Filmregisseur Andres Veiel zeigt am 11. Jänner 2013 am Schauspiel Stuttgart erstmals sein Stück "Das Himberreich". In dem Doku-Theaterprojekt geht es um die Macht internationaler Banker und die Funktionsweisen des Finanzmarktes.
Wilfried Böing
Nach Motiven Shakespeares "Der Kaufmann von Venedig" entstand Albert Ostermaiers "Ein Pfund Fleisch". Bei der Uraufführung am Deutschen Schauspielhaus Hamburg unter der Regie Dominique Schnizer stehen am 14. September die Schauspieler Dominique Horwitz und Michael Prelle auf der Bühne.
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