Jantscher: "Bei Salzburg hat einiges nicht gepasst"

Jakob Jantscher
Jakob Jantscher(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Christian Ort)

Jakob Jantscher freut sich über "den nächsten guten Schritt" und darauf eine neue Kultur kennenzulernen. Zudem sei die russische Liga klar über die österreichische zu stellen, sagt der ÖFB-Teamspieler.

Verschnupft, aber glücklich hat sich Jakob Jantscher im Camp der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft präsentiert. Angesichts der jüngsten Entwicklung konnte der Steirer seine Verkühlung, die eine Trainings-Teilnahme unmöglich machte, leichter verschmerzen: Seit Donnerstag ist der Wechsel von Red Bull Salzburg zu Dynamo Moskau endgültig unter Dach und Fach.

"Ich habe einige stressige Tage hinter mir und bin jetzt sehr froh, dass der Transfer über die Bühne gegangen ist", erklärte Jantscher. Die Russen hatten bereits vor einem Jahr und im vergangenen Winter Interesse an dem Flügelspieler gezeigt. "Sie haben mich schon öfters beobachtet, und der Trainer wollte mich haben. Das ist sehr wichtig für mich."

Bei seinem Coach in Salzburg war Jantscher zuletzt nicht mehr gefragt. In den Planungen von Roger Schmidt spielte der 23-Jährige keine Rolle, obwohl Jantscher in der Vorsaison zum besten Spieler der Bundesliga gewählt worden war und sich obendrein die Torjägerkrone gesichert hatte. Trotzdem verzichtete der zehnfache ÖFB-Internationale (1 Tor) auf eine öffentliche Abrechnung mit den "Bullen". "Bei Salzburg haben ein paar Sachen nicht funktioniert", sagte Jantscher, der vorerst für ein Jahr plus Kaufoption verliehen wurde und daher noch immer Red-Bull-Angestellter ist.

Jantscher: "Russische Liga stärker"

Für Jantscher geht es nun vom österreichischen Doublegewinner zum aktuellen Tabellenletzten der russischen Liga - nach sieben Runden hält Dynamo nur bei drei Punkten. "Der Verein steht derzeit nicht gut da, aber ich hoffe, wir können das ändern." Generell sei die russische Meisterschaft klar über die österreichische Bundesliga zu stellen. "Die russische Liga wird immer stärker, dort sind sehr viele gute Spieler unter Vertrag", betonte Jantscher.

Für den Steirer ist der Transfer ins Land des WM-2018-Ausrichters eine weitere Etappe in seinem Entwicklungsprozess. "Ich glaube, das ist ein nächster guter Schritt. Ich hatte immer den Wunsch, ins Ausland zu gehen. Jetzt freue ich mich sehr auf ein neues Land, eine gute Liga, eine neue Kultur und eine neue Mannschaft. Ich hoffe, dass ich mich relativ schnell in Moskau und im Club zurechtfinde", sagte Jantscher.

Der Neo-Legionär versäumte als einziger Teamspieler das Training am Donnerstagvormittag - alle anderen Kicker, darunter auch der zuletzt angeschlagene Martin Harnik, machten die intensive Einheit zur Gänze mit. Am Nachmittag gab Teamchef Marcel Koller seinen Schützlingen kurzfristig frei.