Der Plan für ein Anleihenkaufprogramm schickt die Börsen weiter nach oben. Der ATX stieg um 0,87 Prozent auf 2116,94 Einheiten.
Die Wiener Börse hat am Freitag bei hohem Volumen mit Gewinnen geschlossen. Der ATX stieg um 18,28 Punkte oder 0,87 Prozent auf 2116,94 Einheiten.
Für bessere Börsenstimmung sorgten weiter die Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi vom Vortag. Draghi hatte ein unlimitiertes Anleihenkaufprogramm der Notenbank angekündigt und damit schon am Donnerstag für starke Kursgewinne an Europas Börsen gesorgt. Der am Freitagnachmittag veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht war hingegen durchwachsen ausgefallen und brachte keine klaren Impulse für die Börsen.
Die Arbeitslosigkeit in den USA ist im August zwar leicht auf 8,1 Prozent gesunken, nach 8,3 Prozent im Juli. Enttäuschend ist aber die Entwicklung bei neuen Jobs ausgefallen. Im August waren nur 96.000 neue Stellen geschaffen worden. Noch im Juli war die Zahl der Beschäftigten um 163.000 gestiegen. Das schwache Job-Wachstum schürte aber gleichzeitig auch neue Hoffnungen auf Anleihenkaufprogramme der US-Notenbank.
Stark gesucht waren in Wien zu Wochenschluss vor allem Erste Group und stiegen um 3,51 Prozent auf 17,70 Euro. Die Aktie kletterte damit auf den höchsten Stand seit mehreren Monaten. Knapp ein Drittel der Börsenumsätze im prime market entfielen allein auf die Erste-Aktie. Auch an anderen Börsen in Europa fanden sich einige Bankwerte unter den größeren Gewinnern.
Gute Nachfrage gab es auch in OMV (plus 1,31 Prozent auf 26,31 Euro) und Raiffeisen (plus 1,68 Prozent auf 28,47 Euro). Die Analysten der Societe Generale haben zuletzt ihr Kursziel für die Raiffeisen-Aktie von 25 auf 27 Euro erhöht und ihre Empfehlung "hold" bestätigt.
Größere Abgaben gab es bei den ATX-Schwergewichten in Andritz. Die Aktie des Anlagenbauers fiel um 2,32 Prozent auf 43,70 Euro und war damit der Tagesverlierer im prime market. Andritz waren noch im August auf neue Allzeithochs gestiegen. Unter den größeren Verlierern fanden sich auch Strabag mit einem Minus von 2,01 Prozent auf 18,27 Euro.
(APA)