Enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten holten Anleger auf den Boden der Realität zurück.
Börsen
REPORTNach der Entscheidung der Europäischen Zentralbank, unbegrenzt Staatsanleihen zu kaufen, tendierten die Börsen zum Wochenausklang überwiegend im Plus. Der deutsche Leitindex DAX kletterte mit einem Stand von über 7200 Zählern auf ein 13-Monatshoch. Der europaweite Eurostoxx-50 notierte mit mehr als 2500 Punkten im Tagesverlauf auf dem Niveau von Ende März diesen Jahres.
Wie schon tags zuvor waren besonders Bankenwerte gesucht. Die Deutsche Bank konnte zeitweise um mehr als fünf Prozent zulegen, und auch die Commerzbank lag am späten Nachmittag mit mehr als sechs Prozent im Plus.
Die Euphorie an den Börsen wurde durch die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten allerdings leicht gebremst. US-Unternehmen hatten im August zwar 96.000 neue Stellen geschaffen, Analysten hatten aber mit einem Plus von 125.000 gerechnet. Eine Umsatzwarnung von Intel gab den Anlegern dann den Rest. Die Börsen in den USA lagen kurz nach Handelsstart im Minus.
In Wien konnten Conwert, Erste Group und Zumtobel in einem allgemein freundlichen Umfeld deutlich zulegen.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.09.2012)