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Bericht: Israel will bei deutschen Waffendeals mitreden

Bericht: Israel will bei deutschen Waffenverkäufen mitreden
Leopard-PanzerEPA
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Ein Gesprächsforum soll die Gefährdung der militärischen Überlegenheit Israels durch deutsche Waffenlieferungen verhindern.

Israel strebt einem Zeitungsbericht zufolge zur Sicherung seiner militärischen Überlegenheit ein Mitspracherecht bei deutschen Waffenlieferungen in die Region an. Der Direktor für politische und militärische Angelegenheiten im israelischen Verteidigungsministerium, Amos Gilad, habe deshalb vergangenen Mittwoch und Donnerstag Gespräche mit der Regierung in Berlin geführt, berichtete die Zeitung "Haaretz" am Sonntag unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsvertreter.

Als Beispiele für deutsche Rüstungsexporte in die Region habe er den geplanten Verkauf von Leopard-Panzern an Saudi-Arabien und die angebliche Lieferung von Fregatten an Algerien erwähnt. Für Wirbel hatten zuletzt auch Berichte über den beabsichtigten Verkauf von U-Booten an Ägypten gesorgt. Ziel der israelischen Bemühungen sei es, ein Gesprächsforum mit Deutschland zu etablieren, bei dem es darum gehen müsse, eine Gefährdung der militärischen Überlegenheit Israels durch deutsche Waffenlieferungen zu verhindern.

Der Bericht erschien nur Stunden, bevor der deutsche Außenminister Guido Westerwelle bei einem Kurzbesuch in Israel Gespräche unter anderem mit Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Verteidigungsminister Ehud Barak führen wollte.

 

(APA/dpa)