Naturfreunde und ASKÖ wollen sich von SPÖ trennen

Naturfreunde wollen aus SPÖ austreten
Naturfreunde wollen aus SPÖ austretenwww.BilderBox.com
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Die Vereine wollen der SPÖ "freundschaftlich verbunden“ bleiben, aber nicht mehr als Nebenorganisation geführt werden. Grund ist auch das neue Transparenzgesetz.

Die Naturfreunde wollen nicht länger offiziell rot sein: Der Verein wird beim Bundesparteitag der SPÖ im Oktober einen Antrag auf Austritt stellen, wie der „ORF“ am Donnerstag berichtete. „Wir wollen aus dem SPÖ-Organisationsstatut als nahestehende Organisation gestrichen werden", sagt Naturfreunde-Geschäftsführer Reinhard Dayer.

Man habe schon seit längerer Zeit über eine Trennung von der Parteiorganisation diskutiert, so Dayer gegenüber dem ORF. „Die Mehrheit meint, in der Beurteilung zwischen dem Alpenverein und den Naturfreunden eine Gleichstellung zu erreichen. Die Naturfreunde würden immer als reine Parteiorganisation hingestellt und andere als nicht parteipolitisch."

Meldepflichten "nicht zumutbar"

Ein weiterer Grund sei das Transparenzgesetz: „Die Meldepflichten der Ortsgruppen über die Landesorganisationen bis zur Bundesorganisation über Spenden und Sponsoring sind administrativ unseren Tausenden ehrenamtlichen Funktionären einfach nicht zumutbar." Die Naturfreunde würden der SPÖ aber „weiterhin freundschaftlich verbunden bleiben", betont Dayer.

Auch die Arbeitsorganisation für Sport und Körperkultur (ASKÖ) verkündete am Donnerstag, der SPÖ - formal - den Rücken kehren zu wollen. „Wir haben überhaupt kein Problem mit der SPÖ", stellte Generalsekretär Michael Maurer klar. Obwohl der Breitensport eigentlich vom Gesetz ausgenommen ist, könne man „bei bestem Wissen und Gewissen" nicht gewährleisten, dass von den über 4000 zum ASKÖ gehörigen Vereine niemand gegen das neue Gesetz verstoße - etwa wenn ein Verein Förderung für eine Leistung beziehe. Der Austritt geschehe also „zum Schutz der Vereine".

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter zeigte für diesen Schritt verständnis, betonte aber, dass die Zusammenarbeit mit den „befreundeten Organisationen" auch weiterhin bestehen bleiben werde.

(Red.)

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