Sicherheit wird groß geschrieben. Bausparen verliert leicht an Attraktivität.
Wien (red/APA). Bei der Geldanlage überwiegt bei den Österreichern das Sicherheitsdenken. Absicherung steht als Sparmotiv weiterhin klar im Vordergrund. Das geht aus der neuen Fessel-GfK-Umfrage hervor. Jährlich werden dazu 20.000 Erwachsene (über 15 Jahre) befragt, welche Anlageformen für sie am interessantesten sind.
Bausparverträge sind seit langem das beliebteste Sparprodukt in Österreich. Im zweiten Quartal 2005 sank jedoch das Interesse daran von 57 auf 51 Prozent. Vor allem Besitzer eines Bausparvertrags sind nunmehr deutlich weniger von dieser Sparform überzeugt (64 nach 71 Prozent), während das Interesse der Nichtbesitzer nur von 42 auf 40 Prozent zurückging.
Das Interesse an der klassischen Lebensversicherung (für 28 Prozent die interessanteste Sparform) liegt auf einem langfristigen Tiefpunkt. Fessel-GfK-Experte Alexander Zeh erklärt die sinkende Beliebtheit von Bausparen und Lebensversicherung mit der breiter gewordenen Palette an Vorsorgeprodukten. Im besonderen gilt das für die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge, die 22 Prozent für besonders interessant halten.
Der "Klassiker" Sparbuch wird von 32 Prozent als interessanteste Anlageform eingeschätzt. Stabil ist das Interesse an der Veranlagung in Immobilien. Wohnung oder Haus sind für 27 Prozent, Grundstücke für 26 Prozent die beste Anlageform. Abgeflaut ist das Interesse für Investmentfonds, die im zweiten Quartal 2004 für 17 Prozent interessant waren; im Jahresdurchschnitt 2004 waren es noch 28 Prozent gewesen. Für Aktien interessierten sich zwölf nach elf Prozent. Generell steigt laut Zeh die Unschlüssigkeit der Bevölkerung in Geldfragen.