Im Keller: Fettes Rufzeichen

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Südtirol, die Gegend rund um den Kalterer See, an einem schönen Herbsttag. Das hat etwas. Ein Highlight.

Südtirol, die Gegend rund um den Kalterer See, an einem schönen Herbsttag. Das hat etwas. Ein Highlight, wenn auch alles andere als ein Geheimtipp, ist das Weingut Manincor in St. Josef am See. Die „Réserve del Conte 2010“ hat es mir jüngst angetan. Die Cuvée aus Lagrein, Merlot und Cabernet ist so, wie ich mir modernen Rotwein vorstelle. Seine durchaus fordernde Säure verleiht ihm Lebendigkeit. Am Gaumen wirkt er fast ein wenig pfeffrig. In der Nase entfaltet er ein schönes Beerenaroma. Rundum ein Wein, hinter den man ein fettes Rufzeichen setzen kann. Apropos Rufzeichen: Das Weingut ist seit dreieinhalb Jahrhunderten im Besitz der Grafen von Enzenberg. Aktueller Gutsherr ist Michael Graf Goëss-Enzenberg. Er bewirtschaftet 463 Hektar. Neben Wald, Wiesen und Obstbau eben auch das 50 Hektar große Weingut. Seit vielen Jahren gilt er als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit. Dazu zählt auch biodynamischer Weinbau. Und trotzdem ist die Zeit nicht stehen geblieben. Ein hypermoderner Weinkeller zeugt davon. Während andere Weingüter moderne Architektur mitunter ohne Rücksicht auf Verluste in die Landschaft knallen, versteckt sich der Keller des Weinguts im Weinberg. Unterirdisch auf drei Etagen angelegt, ist er ein wunderschönes Beispiel dafür, wie man Funktionalität und Ästhetik vereint.

Weingut Manincor, www.manincor.com, Réserve del Conte 2010, 14,70 Euro bei Vinothek Wagner

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