Naschmarkt: Wiener Original saniert

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Bis 2015 wird die Infrastruktur saniert. „Wir sind gut in Plan und haben bereits 35 Prozent des Marktes saniert“, sagt dazu Alexander Hengl vom Wiener Marktamt. Heute eröffnet „Kim kocht“ eine neue Weinbar.

Wien/Ks. Während in Innsbruck (siehe oben) derzeit an der Tiroler Variante des Naschmarkts gebaut wird, wird das Original in der Bundeshauptstadt saniert. Seit 2010 wird der mehr als 100 Jahre alte Markt zwischen Karlsplatz und Kettenbrückengasse renoviert. Erst 2015 soll das 15 Millionen Euro teure Projekt abgeschlossen werden. Wobei: Viel anders aussehen wird der urbane Treffpunkt auch dann nicht. Immerhin wird das Erscheinungsbild aufgrund des Denkmalschutzes kaum verändert. Lediglich die Infrastruktur und die Oberflächen werden erneuert.

„Wir sind gut in Plan und haben bereits 35 Prozent des Marktes saniert. Wir arbeiten uns von der einen Seite stadtauswärts Richtung Innenstadt“, sagt dazu Alexander Hengl vom Wiener Marktamt. Somit werden alle Wasser- und Stromleitungen sowie die Kanalisation und der Regenwasserabfluss erneuert. Auch die Oberflächen, sprich der Boden, wird barrierefrei gemacht und mit Schlitzrinnen versehen, die eine Entwässerung ermöglichen.

Dass der Naschmarkt Stück für Stück bei laufendem Betrieb saniert wird, stößt nicht überall auf Verständnis. Der neue Boden sei hässlich und außerdem werden durch die Baustelle die wenigen, wertvollen Parkplätze verstellt, schimpft ein Standler, der lieber anonym bleiben will. Der Großteil ist aber froh über die Sanierung. „Wir hatten oft Probleme mit verstopften Abwasserrohren, die einfach nicht für so viel Fett und Öl gedacht sind“, sagt Aynur Kilicdagi vom Orient & Occident.

Kim eröffnet neue Weinbar

Neues tut sich auch am oberen Ende des Naschmarkts. Köchin Sohyi Kim, die dort bereits einen Shop inklusive Kochstudio betreibt, eröffnet heute gemeinsam mit Willi Balanjuk die Weinbar „Kim kocht wineclass“ mit Schwerpunkt auf Schaumwein und Weinseminaren.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.09.2012)

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