Die Sorgen um die chinesische Konjunktur drücken auf die Kurse. Deutsche Autotitel und britische Supermärkte notieren mit unterschiedlichen Tendenzen.
Die Leitbörsen in Europa haben am Mittwoch im frühen Handel mehrheitlich mit minimalen Verlusten tendiert. Schwache Konjunkturdaten aus China belasteten. Der DAX drehte um 10.12 Uhr sogar kurzzeitig ins Plus, aktuell notiert er jedoch mit 7304,93 Punkten, das entspricht einem kleinen Minus von 0,93 Einheiten oder 0,01 Prozent. In London fiel der FT-SE-100 4,6 Einheiten oder 0,08 Prozent auf 5804,86 Zähler und der Euro-Stoxx-50 sank 0,96 Einheiten oder 0,04 Prozent auf 2492,63 Punkte.
In China, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt, sank der Einkaufsmanagerindex für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe im September deutlich und signalisierte das schwächste Wachstum seit März 2011. In Spanien hatte Ministerpräsident Mariano Rajoy die Frage verneint, ob ein Hilfsantrag unmittelbar bevorstehe.
Warten auf US-Arbeitsmarktzahlen
In London teilte das Forschungsunternehmen Markit die endgültigen Zahlen des europäischen Einkaufsmanagerindex mit. Dieser wurde mit 46,1 Punkte im Vergleich zur Erstschätzung geringfügig um 0,2 Punkte nach oben korrigiert.
Zu den wichtigsten Daten, die am Mittwoch bekanntgegeben werden, zählen am Nachmittag die Beschäftigungsdaten des privaten Arbeitsmarktdienstleisters ADP in den USA, die als Indikator für den monatlichen Arbeitsmarktbericht am Freitag gelten.
Mit Blick auf einzelne Unternehmen zogen in Großbritannien die Supermarktbetreiber Aufmerksamkeit auf sich. Die drittgrößte britische Supermarktkette Sainsbury berichtete über gestiegene Umsätze im zweiten Geschäftsquartal. Die Aktie liegt derzeit mit 0,66 Prozent (348,60 Pence) im Plus. Die Titel von Tesco büßten nach einem Gewinnrückgang im ersten Halbjahr 1,24 Prozent auf 332,647 Pence ein.
In Deutschland notierten die DAX-Autotitel trotz guter US-Absatzzahlen für September uneinheitlich. So gaben BMW und Volkswagen um bis zu ein Prozent nach, wohingegen Daimler um 0,21 Prozent auf 37,72 Euro stiegen. Börsianer verwiesen auf ein Interview mit Daimler-Chef Dieter Zetsche, wonach es keine Pläne für ein milliardenschweres Sparprogramm gebe.
Deutsche Telekom im Blickpunkt
Auch die Deutsche Telekom sorgte für Aufmerksamkeit. Der Telekomkonzern könnte kurz vor der Lösung eines seiner drängendsten Probleme stehen: Er strebt an, seine Mobilfunk-Tochter T-Mobile USA mit dem örtlichen Rivalen MetroPCS zu fusionieren. Händler äußerten sich jedoch skeptisch. Es sei noch nicht garantiert, dass der Deal zustande kommen werde. Die Telekom-Aktien notierten mit plus 1,12 Prozent bei 9,848 Euro.
Die Bankaktien des Euro-Stoxx-50 fanden sich im oberen Drittel des Index. Intesa Sanpaolo legte 1,38 Prozent auf 1,251 Euro zu, Deutsche Bank gewannen 1,12 Prozent auf 31,93 Euro und auch UniCredit notierten mit 35,595 Euro (plus 1,09 Prozent) mehr als ein Prozent im Plus.
(APA)