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Spanien wirbt bei Privaten für Einstieg in Bad Bank

Spain's Economy Minister De Guindos looks on during a news conference in Madrid
REUTERS
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Die Gründung einer spanischen Bad Bank ist Voraussetzung für die Milliarden-Hilfe aus dem Rettungsschirm. Private sollen einen 55-Prozent-Anteil bekommen,

Spanien bemüht sich, Privatinvestoren den Einstieg in seine Bad Bank schmackhaft zu machen. Wirtschaftsminister Luis de Guindos will am Donnerstag in London potenzielle Geldgeber überzeugen, Anteile an der Bank zu übernehmen. De Guindos sagte am Mittwoch vor dem Parlament in Madrid, Privatinvestoren sollten für mindestens 55 Prozent der Anteile aufkommen. Mit der Schaffung des Instituts will das hoch verschuldete Land einen wichtigen Schritt zur Sanierung des maroden Finanzsektors machen.

Die Gründung einer Bad Bank, die Schrottpapiere aus dem Bankensektor aufnehmen soll, ist eine zentrale Voraussetzung für die Auszahlung der Milliarden-Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm. Geldhäuser können faule Papiere künftig an die Bad Bank auslagern. Dies soll für einen bestimmten Preis geschehen, den die spanische Zentralbank festlegen soll. Im Gegenzug für die Assets erhalten die Banken demnach Bargeld, Schuldtitel oder Aktien.

Seit der jahrelange Immobilienboom in Spanien vor vier Jahren jäh endete, wächst der Berg an faulen Darlehen stetig. Das Land befindet sich in einer tiefen Rezession und hat bei der Europäischen Union (EU) Finanzhilfen zur Stützung des heimischen Bankensektors beantragt.

(APA/Reuters)