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Regisseur Imhoof: "Schaut, wo der Honig herkommt"

Killerbienen sind Hoffnung
Markus Imhoof(c) Filmladen
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Markus Imhoof spricht über seine Dokumentation „More Than Honey“, das Bienensterben und verrät, wieso Honig von Killerbienen gesünder ist.

Die Presse: Ihr Film „More Than Honey" beschäftigt sich mit dem Leben der Bienen vor dem Hintergrund des großen Bienensterbens der letzten Jahre. War das der Ausgangspunkt oder haben Sie sich schon länger damit beschäftigt? Der Film hat eine autobiografische Klammer: Schon ihr Opa hatte Bienen, er zog selber die Früchte für seine Konfitüreherstellung. Ihre Tochter und ihr Schwiegersohn forschen in Australien an Lösungen zum Bienentod.

Markus Imhoof: Als Kind gehörten Bienen ganz selbstverständlich zur Familie. Bei unseren Ahnenbildern im Korridor waren Bilder von der Drohne, der Arbeiterin usw. Als das Thema Bienensterben größer in der Presse war, war ich mit Tochter und Schwiegersohn in Kontakt, die hatten sich zuvor schon in Kopenhagen mit sozialen Insekten beschäftigt. Durch sie bekam ich ein differenzierteres Bild der ganzen Gründe für das Bienensterben. Eigentlich arbeitete ich damals an einem ganz anderen Spielfilmprojekt, ich will eigentlich keine Dokumentarfilme machen.

Obwohl Ihre Spielfilme immer auch dokumentarische Elemente hatten.

Ich habe für alle sehr genau recherchiert und die Wirklichkeit hat mich immer interessiert, nicht das Abgehobene. Auch bei meinen Opernproduktionen habe ich versucht, das herauszuarbeiten, was darunter ist. Jedenfalls arbeitete ich an einer Hochstaplergeschichte, wo das Extreme sehr stark war. Da war die Schwarmintelligenz wie eine Erlösung. Natürlich ist der Augenblick, in dem man sich für ein Projekt entscheidet, so als würde man ins Space Shuttle einsteigen - oder eben nicht.

Und „More Than Honey" war sicher ein aufwendiges Projekt mit Weltreisen ...

Ja, mehrmals um die Welt und fünf Jahre Arbeit. Ich rechnete höchstens mit drei Jahren. Jetzt haben wir den Sommer über auch noch ein Buch zum Film geschrieben, „more Than Honey - Zukunft ohne Bienen?". Damit habe ich mir diesen Sommer auch noch verdorben, damit diese weiteren Informationen, auf die ich bei der Recherche stieß, zugänglich werden und nicht einfach am Dachboden verschimmeln.

Nicht nur beim Einstieg mit Ihrem Opa gibt es viele heitere Dinge, etwa wenn sie sich anfangs an ihre Kindheit erinnern und kommentieren: „Ich hatte keine Ahnung, dass ich Pflanzen beim Sex zusah." Letztlich ist es aber ein zivilisationskritischer Film über ein ganz ernstes Thema. Wie kam es zu dieser Balance der Stimmungen?

Die ganze Geschichte hat etwas Absurdes, das tragikomisch und grässlich ist: Wie etwa der US-Großimker Miller in meinem Film über seine Massentierhaltung spricht ... Entscheidend war, dass man eine Geschichte erzählen konnte und nicht einfach eine grüne Predigt auf der Leinwand laufen lässt. Es geht um Menschen und Tiere und wichtig war mir dabei, dass man die Sicht auf alles, was die Menschen machen, auch aus dem Blickwinkel der Biene erlebt. Weil sonst wäre das nur ein journalistischer oder investigativer Film und das ist auch wieder schlecht: Es sollte ein emotionaler Film sein. Und dass Menschen Insekten lieben, ist nicht grade garantiert.

Wobei die Biene da schon besser dasteht als viele andere Insekten ...

Ja, wie die Biene Maja! Die hatte ja grade erst ihren 100. Geburtstag!

Der US-Bienenzüchter Miller ist eine besonders interessante Figur. Einerseits liebt er seine Bienen sichtlich, andererseits predigt er einen ultrakapitalistischen Zugang und will ausbauen. Er hält Bienen wie in Massentierhaltung, 15.000 Völker, und setzt wider besseres Wissen Chemikalien und Antibiotika ein, um sie am Leben zu erhalten, wenn sie angeschlagen sind. Und das sind sie immer mehr.

Miller sagt einfach (obwohl das im Film jetzt nicht genauso als Satz vorkommt): Der Zug fährt, und ich muss meine Mitarbeiter finanzieren! Vor kurzem kam ein Mail, nachdem er den Trailer gesehen hat: „Bin ich jetzt der Satan im Film? Aber ich werde weiterhin alles tun, damit meine Bienen überleben, egal was es kostet." Da erwähnte er auch, dass er nun schon das zweite Jahr mehr Energie in die Bienen hineinpumpt als er herauskriegt: Er gibt mehr Zucker als Honig zurückkommt.
Das war auch das Geschenk bei ihm: Dass er sich nicht versteckt. Ich führe den nicht aufs Glatteis, da gab und gibt es eine Sympathie, die darauf basiert, dass mein und sein Großvater beide Imker waren. Und er will den Film in seinem Dorf zeigen! Das gehört zu seiner Offenheit. Aber seine Antwort war halt: Der Zug fährt, und da kann ich nicht runter. Vielleicht sollte man mal zum Lokführer gehen und fragen, ob man nicht die Weiche anders stellen kann - und ob es die Weiche überhaupt gibt?

Millers Auftritt erinnert an den Anfang mit Ihrem Opa, der pleite ging, als die Konfitüre-Konkurrenten die Früchte zur Herstellung billig aufkauften, wodurch seine Selbstzüchtung zu teuer war, um konkurrenzfähig zu bleiben. In Miller setzt sich diese Profitlinie bis heute fort.

Da ist er eigentlich der Gegenspieler meines Opas. Und als der dann im Altersheim war, stand jeden morgen die Konfitüre von der Konkurrenzfirma auf dem Tisch ...

Das ist hart. Gewöhnt man sich dann das Marmeladeessen ab?

(Lacht) Vielleicht lieber Honig essen!

Schön ist der Schwänzeltanz-Archivfilm vom in Wien geborenen Nobelpreisträger Karl von Frisch. Wie kamen Sie darauf?

Das war eine Kindheitserinnerung. Wobei, damals war mir das zu kompliziert, das Mitzählen bei den Bewegungen der Biene usw. Es gibt auch eine CD, auf der von Frisch darüber spricht. Seine Vorträge sind wahnsinnig lustig.

Wenn man an Filme zum Thema denkt, fallen einem hauptsächlich Horrorfilme über Killerbienen ein. Sie präsentieren in „More Than Honey" die Killerbiene als Hoffnungsträger, weil sie widerstandsfähiger ist.

Die Killerbienen wollte ich ursprünglich nicht vorkommen lassen. Dann war ich bei der Bienenkonferenz, die alle zwei Jahre abgehalten wird, in Montpellier. Da war ein Vortrag über die Honigkproduktion von Africanized Bees, also Killerbienen - ich war baff, ich wusste das gar nicht! Ich hatte lange gedacht, dass sei ein Witz aus dem Kalten Krieg. Dann hab ich mir das von diesem brasilianischen Professor erzählen lassen, der kommt aus der Universität, wo man diese Kreuzung erfunden hat.

Der Killerbienenhonig ist in der Regel gesünder.

Ja, insofern als da keine Antibiotika drin sind! Viele Leute fragen mich nach dem Film in der Art: „Meine Tante Lisbeth hat mir gesagt, jeden Morgen ein Löffel Honig pro Tag und du bleibst gesund. Darf ich das überhaupt noch?" Da kann ich nur antworten: Schaut's halt, wo der Honig herkommt! Wenn es südamerikanischer Honig ist, hat man gute Chancen, dass er gesund ist. Aber man kann auch da nicht garantieren, wo sie herumgeflogen sind - Pestizide gibt es dort auch. Aber immerhin keine Antibiotika, die haben die Killerbienen nicht nötig.

Für Bienen ist es mittlerweile geradezu schädlich, am Land zu sein. Einer Stadtbiene im Park geht's eigentlich besser.

Man kann jedenfalls sagen, auf dem Zentralfriedhof lebt eine Biene gesünder als auf dem Land. Die Bienen filtern die Dreckstoffe durch den eigenen Körper aus. Im Stadtpark wären noch immer Autoabgase, aber immerhin keine Pestizide. Wenn mich also die Leute fragen: „Was kann ich tun?" - Bei sich selber anfangen, und keinen Dreck kaufen! In Deutschland wird ja sogar direkt vor der Tagesschau für Pestizide geworben! Diese Neonikotinoide, diese Nervengifte sind auch in den Mitteln gegen Flöhe für Hunde. Da gibt es noch weniger Hemmungen, es zu verwenden.

Unglaublich toll ist die Bienenfotografie mit Attila Boa an der Kamera. Haben Sie extra ein Bienenstudio aufgebaut?

Ja. Gerade bin ich wieder am Weg vom Flughafen wehmütig am A1-Turm in Schwechat vorbeigefahren. Die alte Brotfabrik dort hat ein großes wildes Gelände rundherum, dort hatten wir 15 Völker von verschiedenen Bienenrassen stehen.Attila, der schon bei mehreren Insektenfilmen dabei war, hatte schon Erfahrung: Wie ein Flohzirkusdirektor! Unser Bienenflüsterer war auch schon filmisch trainiert. Ein Philosophiestudent, der so aussieht, als müsste man sich ein bisschen fürchten. Der kann zwar nicht wirklich mit den Bienen reden, aber ihnen gut zuhören und dann voraussagen, was sie bald machen werden.

Sie wollten bestimmte Szenen aus dem Bienenleben haben. Wie funktionierte das genau?

Wir hatten eine Liste mit Dingen, die vorkommen müssen. Schon etwas ganz Einfaches - wenn die Biene die Pollenhosen auszieht -, ist schwierig. Das geht nur zu bestimmten Tageszeiten. Der Bienenflüsterer suchte eine geeignete Wabe, während wir im Studio alles vorbereiteten. Dann kam er mit der Wabe mit den Bienen, wo eine die Pollenhosen anhatte. Wir hatten vielleicht zwei Minuten die Chance, die zu verfolgen und zu filmen, wie sie die Pollenhosen auszieht. Nur zieht sie die halt oft nicht aus oder auf der falschen Seite - der kann man nicht sagen: „Hierher, da ist's scharf!" Und die Kameraobjektive sind so wie die endoskopischen Geräte, die man bei Blinddarmoperationen und komplizierten Körpereingriffen verwendet: Bis man da die richtige Biene gefunden hat, ist wie mit dem Fernrohr einen Stern zu suchen!

Die Bienenszenen sind ja aus Wahrnehmungsgründen in Zeitlupe gedreht.

Alles im Stock ist mit 70 Bildern pro Sekunde aufgenommen. Das sollen die Leute eigentlich nicht merken! Nicht, weil ich die Leute reinlegen will, oder ihnen aufs Auge drücken als was Besonderes. Wir haben nur rausgefunden, das entspricht der Geschwindigkeit, wie ein Mensch sich bewegt. Diese dreifache Verlangsamung hilft auch, dass man Sachen genau sieht, also dass die Zunge nicht ein Rüssel ist, sondern aus fünf Teilen zusammengesetzt. Oder das Antennenputzen oder dass die Biene Haare auf den Augen hat. Und sie sehen ja wirklich possierlich aus.

Konnten Sie bei den Aufnahmen die Bienen mit Duftstoffen ein wenig steuern?

Wir haben dazu Duftstoffe wie Honig verwendet, aber die Hauptduftstoffe sind der Duft des Stockes selber und derjenige der Königin. Den haben wir vor allem für die Begattung eingesetzt. Die Drohnen liegen am Morgen faul rum und werden gefüttert, um halb zwei fliegen sie raus und gehen auf Brautschau und kommen gegen vier wieder heim. Die fliegen immer an denselben Ort: Die Drohnen sterben im Herbst, aber die nächste Generation fliegt wieder dorthin. Wie können Sie das wissen? keiner hat's ihnen erzählt! Auch die Königin nicht, weil die fliegt nicht mehr aus, nachdem sie ihren einen Hochzeitsflug gemacht hat. Das ist faszinierend.
Wir wussten, wo der Drohnensammelplatz in Österreich ist: in den Bergen, da haben wir einen zehn Meter hohen Turm gebaut. Er hätte 30 Meter hoch sein sollen! Mit einem Wetterballon, an dem wir Königinnenduftstoff angebracht haben, haben wir die Drohnen runtergelockt: So flogen sie rund um den Turm und dann war Hochzeit. Das sind 36 Sekunden Film - gedauert hat es anderthalb Wochen.

Gibt es in diesem Bereich wissenschaftliche Forschung?

Die Drohnen wurden lange vernachlässigt. Interessant ist, wenn sie im Stock an der Prinzessin vorbeilaufen, tut sich gar nichts, da kriegen sie keine Erektion. Das ist ein Inzucht-Schutz: Erst wenn sie fliegen, kommen sie in Stimmung. Und die Königin fliegt auch, das ist der Witz der Inzucht-Verhinderung: Dass die ganz weit wegfliegt zum Drohnensammelplatz und den sucht und auch findet, obwohl ich nicht weiß, wie. Da vermischen sich Drohnen von den verschiedensten Völkern und Rassen. Dann kann es dazu kommen, wie man ja auch beim Schweizer Imker Jaggi im Film sieht, dass auf einmal eine von der falschen Farbe dabei ist, die er dann eliminiert!
Mein Schwiegersohn und sein Team in Australien forschen vor allem an Drohnen, die sind viel weniger untersucht als etwa die Arbeiterinnen. Weil die Arbeiterinnen Honig machen und fleißig sind, aber die Drohnen sind nur fliegende Spermien. Dabei sind Drohnen wahnsinnig wichtig, weil sie aus unbefruchteten Eiern stammen, das heißt, sie sind Klone der Königin. Also kann man aus einer Drohne fast die Genanalyse des Volkes erstellen.
Mein Schwiegersohn untersucht zum Beispiel die Rolle der Prostataflüssigkeit, und hat dabei herausgefunden, dass Krankheiten sexuell übertragen werden. Aber auch, dass in der Prostataflüssigkeit bestimmte Chemikalien sind, die Krankheiten abtöten. Ein Darmparasit wird durch einen Stoff in der Begleitsamenflüssigkeit ausgeschaltet: Da wäre vielleicht sogar möglich, dass man aus dem ein Medikament machen könnte.
Was ich am wichtigsten fände, wäre eine Biene zu züchten, die in die Richtung der Killerbiene geht. Kennen Sie den Bruder Adam?

Nein.

Das war ein deutscher Mönch. In den 1920ern gab es schon einmal ein Bienensterben, da waren Milben in den Atemwegen der Bienen. Bruder Adam war in einem englischen Kloster, in Buckfast Abbey. Nachdem er im ganzen Mittelmeerraum herumgereist ist, um Bienen für eine neue Kreuzung zu suchen, hat er die Buckfastbiene gezüchtet, die gegen diese Milbe widerstandsfähig war. Entwickelt hat er eigentlich - ein gefährliches Wort - permanente Kreuzungen: Also, dass man nicht sagt, das ist jetzt die Rasse, sondern dass das eben immer wieder gestört wird durch neue Kreuzungen. Die Buckfastbiene ist eine der gesündesten, die es gibt. Aber sie ist verboten in Österreich.

Warum?

Weil sie nicht rassenrein ist. Die wird nicht als Rasse anerkannt, weil sie ein Bastard ist. Das ist so blöd wie bei meinem Hund, dabei ist er der schlaueste Hund von Berlin! Die Reinzüchter wollen nichts von so etwas wissen, das betrifft auch die schwarze Biene, die der Imker Jaggi hat. Die ist in gewissen Gebieten erlaubt, etwa in Tirol. Wir mussten sehr weit fahren, um die überhaupt zu finden für unser Bienenstudio. Womöglich müssen wir Buße zahlen, wenn das in der Zeitung steht, dass wir schwarze Bienen verwendet haben!

Soll das wieder gestrichen werden?

Vielleicht könnte man ein bisschen provozieren. Die Frage ist: Ist das überhaupt sinnvoll, diese Reinrassigkeit? Ich finde, es ist eine Fehlkonzeption! Zur Bestimmung werden der Biene die Flügel ausgerissen und unter dem Mikroskop vermessen und in der Flügeläderung muss es einen bestimmten Abstand geben: rassenrein ist nur, wenn das Verhältnis zweier bestimmter Längen in der Äderung passt. Sie muss fleißig sein, sanftmütig und eben diesen gewissen Abstand bei den Flügeln haben. Aber was nützt's? Man sollte doch so züchten, dass die Biene gesund ist! Es ist vielleicht eine verwegene These, wenn man sagt, dass sie sich auch mehr gegen Krankheiten wehrt, wenn sie sich mehr gegen Menschen wehrt.

Die Gründe für das Bienensterben weiß man nicht genau, aber es könnte ein Zusammenspiel diverser Faktoren, eben von Pestiziden bis zur Varroamilbe sein - eine Akkumulation, die sie im Film durchaus provokant dahingehend zusammenfassen, dass die Biene eigentlich am Erfolg der Zivilisation stirbt.

Da gibt es Wechselwirkungen. Wenn eine pestizidgeschädigte Biene von der Milbe befallen wird, geht es ihr noch schlechter. Und die Untersuchung der Pestizide ... in den fünf Jahren, die ich an dem Film gearbeitet habe, hat sich die Bayer AG geweigert, mit mir zu reden. Die untersuchen immer nur, ob es schädlich ist oder nicht, indem sie quasi schauen, ob die Biene umfällt. Fällt sie nicht um, ist es nicht schädlich. Aber der [Neurologe und Bienenforscher Randolf] Menzel etwa darf nicht sagen, welcher Chemiekonzern ihm den Auftrag gegeben hat, zu untersuchen, was für subletale Schäden passieren. Denn auch wenn die Biene nicht tot umfällt, hat sie diesen Giftstoff aufgenommen: Was passiert wegen dieses Nervengifts? Da hat er herausgefunden, dass diese Bienen dem Heimweg nicht mehr finden oder keine Lust mehr haben, zu arbeiten oder verwirrt sind, wie besoffen. Man fährt ja auch nicht Auto, wenn man besoffen ist, also sollte man da vielleicht auch keinen Blumensex machen, wenn man den Heimweg nicht mehr findet! Seine Ergebnisse durfte Menzel nicht veröffentlichen.

Einige der absurdesten Bilder Ihres Films haben Sie in China geschossen: Da bestäuben Menschen die Pflanzen, weil es keine Bienen mehr gibt. Das ist schon als Notlösung verrückt, aber man denkt sich obendrein: Dass kann man sich vielleicht dort leisten, aber in Europa würde das nie funktionieren.

Wer weiß, wenn es noch mehr Arbeitslose in Spanien gibt, werden die auch vielleicht einmal Mandeln bestäuben. Es ist natürlich ein Konzept, dass undenkbar ist für die Welternährung. Das werden dann praktisch goldene Äpfel.

Die Doku "More Than Honey" ist ab 12. Oktober im Kino zu sehen. Das Buch zum Film: "More Than Honey", Orange Press, erscheint im Oktober. 

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