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Athen droht bis 2020 neuer Anstieg der Schulden

Athen droht 2020 neuer
Symbolbild(c) Dapd (Petros Giannakouri)
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Die langfristige Prognose für die Entwicklung der griechischen Staatsschulden verschlechtert sich. Diese dürften angeblich auf 140 Prozent des Bruttoinlandsprodukt ansteigen.

Die langfristige Prognose für die Entwicklung der griechischen Staatsschulden hat sich einem Pressebericht weiter verschlechtert. Griechenland drohe bis zum Jahr 2020 ein Anstieg der Schulden auf 140 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Verhandlungskreise. Ursprünglich hatte sich die Troika aus Internationalem Währungsfonds (IWF), EU-Kommission und Europäischer Zentralbank (EZB) mit Athen darauf geeinigt, den Schuldenstand bis 2020 auf 120 Prozent zu senken.

Die Einhaltung dieser Vorgabe ist Voraussetzung für das laufende zweite Hilfsprogramm. Bei Werten über 120 Prozent gelten die Schulden eines Staates als nicht mehr tragfähig. Nach Angaben der Zeitung ist offen, wie die Troika und die griechische Regierung mit der neuen Prognose umgehen werden. Demnach reichen die Vorschläge von einer Verschiebung der Sparziele um zwei Jahre bis zu einer Streichung des Ziels selbst. Beide Ideen sind bei den Geldgebern umstritten.

Die Griechen fordern von den internationalen Gläubigern Zugeständnisse. So könnten die 48 Milliarden Euro Bankenhilfe, die im Rahmen des zweiten Hilfsprogramms eingeplant sind, aus der Staatsschuld herausgerechnet werden. Zudem forderte Athen einen weiteren Schuldenschnitt, von dem die EZB und die Eurostaaten mit ihren Hilfskrediten betroffen wären. Allerdings lassen die Geldgeber bisher keine Bereitschaft zu Zugeständnissen erkennen.

(APA)