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Die Studie „Frauen und Mädchen in technischen Berufen“

Studie Frauen Maedchen technischen
(c) OMV
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Hebelgesetz ist Hebelgesetz und Gasturbine ist Gasturbine. Da ist nichts Geschlechtsspezifisches zu erkennen. Und dennoch entscheiden sich Mädchen und junge Frauen deutlich seltener als Burschen und junge Männer für technische Ausbildungs- und Berufswege.

Dieses Bild durchzieht alle Stufen der Berufsbildung von der Lehre bis hin zum Universitätsstudium. Und auch in ihrer späteren Laufbahn verlassen Frauen eher die technischen Karrierewege als ihre männlichen Kollegen. Um die Ursachen dieser Entscheidungen und mögliche Ansatzpunkte für eine nachhaltige Veränderung der Situation herauszufinden, hat SORA für die OMV eine Studie zum Thema „Frauen und Mädchen in technischen Berufen“ durchgeführt.

 

Gender und Technik – die Methode

SORA hat für die Beantwortung der Fragestellungen vier unterschiedliche Erhebungswege gewählt.

  • Sekundärstatistische Analysen zum Themenfeld „Gender und Technik“
  • Literaturstudie inländischer und ausländischer Forschungsergebnisse
  • Tiefeninterviews mit 12 jungen Frauen in technischen Berufen
  • Fokusgruppen mit jungen Mädchen und Frauen mit technischen Berufen oder technischer Ausbildung
(c) OMV

 

 

Technik trägt Korsett – die Datenlage

Die Ergebnisse der vier Erhebungsschritte belegen deutlich: Welchen Karriereweg ein Mädchen oder eine junge Frau einschlägt, ist stark von den Geschlechterstereotypen abhängig. Die Gesellschaft sieht Technik als männliche Domäne und die Statistik scheint es zu beweisen:

  • Frauen in technischen Berufen schließen seltener eine Lehre ab – sie wählen eher andere Ausbildungswege und steigen so später in den Beruf ein.
  • Auch in technisch gewerblichen Schulen stellen Mädchen nur 12% aller Schüler und Schülerinnen, aber 97% jener von Modeschulen.
  • Nur rund 20% der Absolventen und Absolventinnen von technisch-ingenieurwissenschaftlichen Studien sind weiblich.
  • Frauen unterbrechen ihre Erwerbskarriere eher und länger und im Wesentlichen aufgrund von Betreuungspflichten.
  • Teilzeit ist auch in der Technik weiblich: 32% der Frauen aber nur 3% der Männer in technischen Berufen arbeiten in Teilzeit.
  • Vollzeitbeschäftigte Frauen in technischen Berufen verdienen weniger als ihre männlichen Kollegen.
  • Frauen in technischen Berufen gelingt der Aufstieg auf der Karriereleiter seltener als Männern. Nur 6% aller Frauen sind in ihrem Betrieb Führungskräfte – das schaffen immerhin 13% der Männer.




Visionen für die Zukunft

Was diese Zahlen aber nicht erkennen lassen, sind die Gründe und Rahmenbedingungen, die eine technische Berufswahl von jungen Mädchen positiv beeinflussen. Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit ein technischer Beruf in Erwägung gezogen wird? Wie muss der Job beschaffen sein, damit Frauen ihre Karriere im technischen Bereich weiterverfolgen? Wichtige Ansatzpunkte dazu liefert ein Blick in die Ergebnisse der Literaturanalyse, der Interviews und der Fokusgruppengespräche:

  • Die Wirtschaft verliert Frauen in technischen Berufen an den verschiedensten Stellen ihrer Lebensläufe. Viele Talente bleiben ungenutzt, Mitarbeiterinnen für technische Jobs werden knapp.
  • Von der frühkindlichen Erziehung bis zur beruflichen Karriere  enthalten weibliche Lebensläufe, zahlreiche Bruchstellen, an denen Frauen die technische Sozialisation oder Berufslaufbahn verlassen. Sechs dieser „Bruchstellen“ können besonders identifiziert werden:
(c) OMV

 

  • Will man den Frauenanteil in technischen Berufen erhöhen, muss das Augenmerk auf die gesamte Biographie einer Frau gelegt werden. Langfristige Förderungen und Konzepte sind wesentlich.
  • Eine direkte Diskriminierung in Ausbildung, Bewerbungsprozessen und Beförderungen ist selten. Die größere Hürde stellen die Bildungs- und Arbeitsplatzangebote dar, weil sie oft nicht das bieten, was Frauen sich für eine geglückte Biographie wünschen.
  • Technische Berufe sind sehr stark mit „männlichen“ Werten belegt. Es geht um Vielarbeiten, Hochleistung, Anstrengung, Konkurrenz, Individualität – Frauen fehlen oft Role Models, die beweisen, dass auch andere Werte gelebt werden, andere Karrieren möglich sind.
  • Role Models für junge Frauen müssen „erreichbar“ sein. Superfrauen in Wissenschaft und Technik schrecken eher ab. Frauen „wie du und ich“ müssen sichtbar werden und zeigen, dass die Lebensentwürfe von jungen Frauen mit technischen Berufen vereinbar sind.
  • Unternehmen, die mehr Frauen in technischen Berufen haben wollen, müssen sich fundamental ändern. Es braucht Arbeitszeit- und Arbeitsmodelle, die für alle Mitarbeiter – nicht nur die Frauen – eine Vereinbarkeit mit persönlichen Bedürfnissen ermöglichen.




Verantwortung der OMV

Die OMV – weil Energie auch in Zukunft wichtig ist.


Die OMV mit ihrer Zentrale in Wien ist eines der größten börsennotierten Industrieunternehmen Österreichs. Als integriertes, internationales Öl- und Gasunternehmen mit rund 30.000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und einem Konzernumsatz von EUR 34,05 Mrd. setzt die OMV auf profitables Wachstum in den drei Geschäftsbereichen Exploration und Produktion (E&P), Gas und Power (G&P) sowie Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M).

 

Die OMV – weil heute Vorausdenken gefragt ist.

In Sachen Umwelt, Sicherheit, Transparenz und Umgang mit Menschen stellt die OMV hohe Ansprüche an sich selbst. Deswegen haben sie 2011 ihr Nachhaltigkeitskonzept unter dem Titel „Resourcefulness“ weiterentwickelt. Resourcefulness ist der Weg der OMV, profitabel zu wachsen und dies auf nachhaltige und verantwortungsvolle Weise zu tun.

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben sich zu verantwortungsbewusstem und nachhaltigem Handeln verpflichtet und bauen vertrauensvolle Beziehungen zu den Stakeholdern der OMV auf. Gemeinsam werden Resourcefulness-Projekte vorangetrieben und mit Einfallsreichtum Win-Win-Situationen für das Unternehmen und seine Stakeholder geschaffen. Auf dieses Engagement ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ist die OMV besonders stolz. Es wird stets nach Alternativen gesucht, die auf lange Sicht für die OMV, die Gesellschaft und die Umwelt eine bessere Lösungen bieten.

Neben bereits laufenden Projekten liegt der Schwerpunkt ab 2012 auf den drei strategischen Bereichen „Bildung & Entwicklung“, „Umweltmanagement“ und „Neue Energien“. Die Initiative „Österreich sucht die Technikqueens“ ist eine Initiative im Rahmen von Resourcefulness. Weitere Projekte sind auf www.omv.com/sustainability zu finden.