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Griechischer Goldrausch

Griechischer Goldrausch
(c) Dapd (Deutsche Bundesbank)
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Dank vereinfachter Zulassungen könnte Griechenland 2016 Europas Nummer eins beim Goldabbau sein.

Wien/Bloomberg. Griechenland ist auf dem Weg zur Nummer eins in Europa – und zwar beim Goldabbau. Binnen vier Jahren könnte das Land den derzeitigen Spitzenreiter Finnland überholen. In Finnland wurden im vergangenen Jahr 220.000 Unzen Gold gefördert.

Die Minenunternehmen Eldorado Gold und Glory Resources aus Australien und Kanada entwickeln zurzeit vier Minen, mit deren Hilfe Griechenland bis 2016 zum größten Goldproduzenten in Europa werden dürfte. Das Ziel für 2016: ein Anstieg der jährlichen Goldproduktion in Griechenland von derzeit nur 16.000 auf 425.000 Unzen. Grund für den griechischen Goldrausch sind von der Regierung in der Krise eingeführte Eilverfahren für Schürfgenehmigungen. „Wir glauben, dass Griechenland das Potenzial für einen der wichtigsten Goldproduzenten hat“, sagt Jeremy Wrathall von Glory Resources im australischen Perth.

„Es ist seltsam, dass Griechenland wegen der politischen Lage vor der Krise noch praktisch unerforscht ist. Moderne Explorations-Technologien sind in dem Land noch nie eingesetzt worden“, so Wrathall. „Die Politiker erkennen immer mehr, dass es opportun ist, den Bergbau zu unterstützen, da er potenziell Stellen schafft.“ Eldorado Gold aus Vancouver hat seine Mitarbeiterzahl in Griechenland seit vergangenem Jahr auf 800 verdoppelt und rechnet mit einem weiteren Anstieg auf 1500.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.10.2012)