Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Coca Cola Hellenic: Griechenlands größte Firma flieht

Griechenlands groesste Firma flieht
(c) Reuters (George Frey)
  • Drucken

Der Getränkeabfüller wechselt zum Börsenplatz London, der Firmensitz wird in die Schweiz verlagert. Coca Cola hatte sich über hohe Steuern beschwert. "Das ist eine sehr schlechte Nachricht für die griechische Wirtschaft", sagen Analysten.

Griechenlands größtes Unternehmen, der Getränkeabfüller Coca Cola Hellenic, wechselt seinen Börsenplatz. Statt in Athen soll die Aktie künftig primär in London notiert sein, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Eine Verlagerung zur größten europäischen Börse spiegle den "internationalen Charakter" der Firma besser wider, die in Griechenland fünf Prozent ihres Geschäfts mache, hieß es zur Begründung. Die Fabriken in Griechenland würden aber in Betrieb bleiben.

Analysten werteten den Schritt dennoch in erster Linie als schlechtes Signal für das Griechenland, das unter einer rekordhohen Arbeitslosigkeit leidet. Coca Cola Hellenic (CCH) hatte sich über höhere Steuern beschwert, die die Regierung in Athen im Zuge der Sparmaßnahmen zur Bekämpfung der Schuldenkrise erließ.

"Schlechte Nachricht für griechische Wirtschaft"

"Die griechische Börse verliert ein sehr gutes Unternehmen und die London Stock Exchange gewinnt eine sehr wichtige Gruppe", sagte Analyst Manos Hatzidakis. "Das ist eine sehr schlechte Nachricht für die griechische Wirtschaft und die Börse." Die Anteilscheine der CCH-Aktionäre würden in Papiere der Coca Cola HBC AG mit Sitz in der Schweiz getauscht, teilte der Konzern mit. Nach dem Delisting in Griechenland will das Unternehmen dann über eine Sekundär-Notierung an die Athener Börse zurückkehren.

Die Firma ist laut "Spiegel Online" der zweitgrößte Coca-Cola-Abfüller der Welt. Er ist zu 23 Prozent im Besitz des US-Konzerns. 2011 machte das Unternehmen bei einem Umsatz von 6,85 Milliarden Euro einen Nettogewinn von 330 Millionen Eruo.

(APA/Reuters)