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Kindle: Amazon startet Leihbücherei für eBook-Reader

Kindle Amazon startet Leihbuecherei
(c) REUTERS (� GUS RUELAS / Reuters)
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Auch in Österreich können sich Besitzer eines Kindle-Geräts gegen eine Jahresgebühr eBooks ausborgen.

Der Online-Händer Amazon startet im deutschsprachigen Raum eine Leihbücherei für eBooks. Besitzer der eBook-Reader "Kindle" von Amazon können sich künftig digitale Bücher ausborgen. Zum Start sind 8500 Titel auf Deutsch verfügbar, gab Amazon am Donnerstag bekannt. Gegen eine Jahresgebühr von 29 Euro kann monatlich ein Buch ausgeborgt werden. Das Angebot ist Teil von "Amazon Prime". Andere Versand-Vorteile von Amazon Prime (wie z.B. Gratis-Lieferung am nächsten Tag) gelten für Österreich jedoch nicht, erklärte ein Sprecher auf Anfrage.

Das Geschäftsmodell ist anders als bei einer traditionellen Bücherei, erläuterte Amazon-Chef Jeff Bezos: "Der Rechteinhaber wird jedes Mal bezahlt, wenn sich jemand ein Buch ausleiht." Für Amazon lohne es sich trotzdem: "Es ist ein Anreiz, in das Amazon-Ökosystem einzusteigen."

Neuer eBook-Reader Paperwhite

Gleichzeitig hat Amazon bekannt gegeben, dass auch der neue eBook-Reader Kindle "Paperwhite" in Deutschland erhältlich ist. Er soll bessere Kontrastwerte haben, eine hellere Beleuchtung und mehr Pixel. Dadurch wird das Lesen angeblich noch angenehmer. Das "Paperwhite" wiegt nur 200 Gramm, der Akku soll acht Wochen halten. 

Der Kindle Paperwhite kostet in der WLAN-Version 129 Euro und 189 Euro mit mobilem Internet via 3G. Es füllt die Lücke zwischen den einfachen Lesegeräten und den Tablet-Computern Kindle Fire, die Amazon am 25. Oktober auch auf den deutschen Markt bringen wird. In Österreich wird das Tablet nocht erhältlich sein.

Mehr eBooks als Bücher

Inzwischen verkaufe Amazon auch in Deutschland mehr digitale als Hardcover-Bücher, sagte Bezos der Agentur dpa in München. Seit dem August dieses Jahres kamen auf 100 Hardcover-Ausgaben verkaufte 108 Kindle-eBooks. Kostenlose digitale Bücher wurden dabei nicht eingerechnet. In den USA übertrafen die eBook-Verkäufe die Hardcover-Bücher bereits vergangenes Jahr.

Zugleich zeichne sich derzeit nicht ab, dass eBooks gedruckte Bücher vollständig verdrängen. "Wir sehen bisher, dass die Menschen, die sich ein Kindle-Lesegerät anschaffen, danach nicht nur mehr digitale Bücher kaufen, sondern auch mehr gedruckte", sagte er. "Im Moment ist es kein entweder/oder" - er wisse aber nicht, wie sich das Geschäft weiterentwickeln werde.

Kein Krieg gegen Google und Apple

Bezos sieht sein Unternehmen nicht in einem "Tech-Krieg" mit Konkurrenten wie Apple oder Google, wie es oft in Branchen-Medien beschrieben wird. "Viele betrachten das Geschäft als eine Art sportlichen Wettkampf, aber Business ist etwas ganz anderes." Hier gebe es im Gegensatz zum Sport Platz für mehrere Gewinner. Zu schon lange anhaltenden Spekulationen über ein Amazon-Smartphone wollte Bezos nichts sagen: "Wir sprechen nicht über Pläne für zukünftige Produkte."

Amazon verfolge bei seinen Tablets einen anderen Ansatz als die Konkurrenz, betonte der Amazon-Chef. "Für uns ist es ein Service und kein rein technisches Gerät. Das Tablet werde praktisch zum Produktionspreis abgegeben. "Wir hoffen, das Geld mit der Zeit hereinzubekommen, wenn Kunden Bücher, Musik oder Apps kaufen."

(APA/dpa/Red.)