Redimensionierung. Die Bank bestätigt derartige Pläne, nennt die kolportierten zahlen allerdings „spekulativ".
Wien/Ljubljana. Die Raiffeisen Bank International (RBI) will ihr Slowenien-Geschäft deutlich zurückfahren. Von den derzeit 326 Mitarbeitern in Slowenien könnten rund 150 ihre Jobs verlieren, berichtete die Laibacher Wirtschaftszeitung "Finance" und berief sich dabei auf eine inoffizielle Quelle. Die RBI wollte sich gegenüber der APA auf keine konkreten Aussagen zu den berichteten Zahlen einlassen - man plane, das Geschäft in Slowenien zu "redimensionieren", was in den kommenden Jahren "mit einem Abbau von Assets und einer Anpassung der Ressourcen einhergehen" werde, hieß es in einer Stellungnahme.
Die genannten Zahlen seien "spekulativ" und es gebe noch keine konkreten Pläne für einen Personalabbau, sagte ein Sprecher am Dienstag. Die fortlaufende Betreuung der Kunden über die Geschäftsstellen in Slowenien sei garantiert. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur STA will Raiffeisen alle 17 Filialen in Slowenien behalten. "Die Raiffeisen Banka in Slowenien bleibt ein Teil der Raiffeisen-Gruppe", lautet die Stellungnahme der Bank gegenüber der Agentur.
Slowenien sei ein kleiner und relativ gesättigter Bankenmarkt, der für Raiffeisen aufgrund seiner Marktposition als Nummer 10 nur ein begrenztes Potenzial biete. "Diese Situation ist in unserer Gruppe einzigartig, deshalb sind die geplanten Maßnahmen auch nur spezifisch auf den slowenischen Markt ausgerichtet." Der Anteil der slowenischen Assets an der RBI-Bilanzsumme liege bei ungefähr einem Prozent.
(APA)