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Keine Hausaufgaben mehr? Eltern fordern Reformen

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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In Frankreich sollen die Hausübungen abgeschafft werden. Dadurch soll soziale Benachteiligung verhindert werden. Österreichs Unterrichtsministerin Claudia Schmied hält davon allerdings nichts.

Wien/Red. Sollen Hausübungen abgeschafft werden? Ein Vorschlag des französischen Präsidenten François Hollande hat auch in Österreich eine Debatte angestoßen. Er fordert, dass die Aufgaben künftig in der Schule erledigt werden statt zu Hause. Dadurch soll soziale Benachteiligung verhindert werden, denn: Es gebe Eltern, die ihren Kindern bei Hausaufgaben nicht helfen können.

„Es gibt keine Chancengleichheit“, sagt auch Elternvertreter Theodor Saverschel im ORF-Radio. Er ist prinzipiell für Hausaufgaben. Dass auch neuer Stoff aufgegeben werde, weil die Lehrer diesen im Unterricht nicht bewältigen, sei aber ein Problem. Er fordert eine Senkung der Klassenschülerhöchstzahl und mehr Ganztagsschulen – Letzteres ist auch das Ideal von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ). Damit würden die daheim zu erledigenden Aufgaben weniger, so Schmied. Von der Abschaffung der Hausübungen hält sie aber nichts.

Auch die tägliche Turnstunde sei nur in der Ganztagsschule möglich. „In einer Halbtagsschule ist das einfach nicht umsetzbar.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.10.2012)