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Inselstreit: China entsendet Schiffe und Flugzeuge

Inselstreit China entsendet Schiffe
Symbolbild(c) AP
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Das Säbelrasseln im ostchinesischen Meer geht weiter: China entsandte elf Kriegsschiffe und acht Flugzeuge in die Region um die umstrittene Inselgruppe.

China hat den Konflikt um eine mit Japan umstrittene Inselgruppe weiter verschärft. Elf Kriegsschiffe und acht Flugzeuge waren am Freitag in der Region vor der Ostküste Chinas im Einsatz. Der genaue Ort des eintägigen Manövers blieb unbekannt. Japan und China streiten seit Monaten offen um eine unbewohnte Inselgruppe im Ostchinesischen Meer.

Das Verteidigungsministerium in Peking hatte das Manöver am Donnerstag auf seiner Webseite angekündigt. In einer von der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua zitierten Mitteilung der Marine hieß es, die Streitkräfte übten Einsätze "zur Verteidigung der territorialen Souveränität und maritimer Interessen".

Japan will Rückeroberung simulieren

In den vergangenen Tagen hatten bereits sieben chinesische Kriegsschiffe nach japanischen Angaben eine andere Inselgruppe vor Japan passiert, allerdings in internationalem Gewässer. Die Nachrichtenagenturen Kyodo und Jiji Press berichteten in dieser Woche zudem, Japan und die USA wollten im Rahmen eines Manövers im November die Rückeroberung einer besetzten Insel simulieren. Am Sonntag hatte Japans Marine mit einer großen Seeübung südlich von Tokio, an der rund 40 Schiffe beteiligt waren, ihren 60. Geburtstag gefeiert.

Der zwischen Tokio und Peking umstrittene kleine Archipel - in Japan Senkaku und in China Diaoyu genannt - liegt etwa 200 Kilometer vor der Küste Taiwans und rund 400 Kilometer von der japanischen Insel Okinawa entfernt. Der Archipel liegt strategisch günstig in fischreichen Gewässern, zudem werden in der Umgebung größere Erdöl-und Erdgas-Vorkommen auf dem Meeresgrund vermutet.

Vier der fünf Inseln, die auch von Taiwan beansprucht werden, waren bislang in japanischem Privatbesitz, eine gehört der Stadt Tokio. Die japanische Regierung kaufte im September drei der Inseln, woraufhin es diplomatische Proteste aus Peking und teilweise gewaltsame Demonstrationen in China gab. Bei den Protesten wurden auch japanische Restaurants, Geschäfte und Autos demoliert, zudem wurde zum Boykott japanischer Produkte aufgerufen.

(APA/AFP)