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Ferieninsel in Not: Mallorca bittet um Finanzhilfe

Ferieninsel Mallorca bittet Finanzhilfe
(c) AP (Roberto Pfeil)

Die reiche Ferienregion der Balearen, zu der die Inseln Mallorca und Ibiza gehören, will von der spanischen Zentralregierung 355 Millionen Euro.

Die reiche Ferienregion der Balearen stellt bei der spanischen Regierung einen Hilfsantrag. Mallorca, Ibiza und die übrigen Balearen-Inseln sind hoch verschuldet und benötigen 355 Millionen Euro aus dem Hilfsfonds der Zentralregierung. Damit haben bereits sieben der insgesamt 17 spanischen Regionen in Madrid um Hilfe angesucht. Zuvor hatten Andalusien, Castilla - La Mancha, die Kanaren, Katalonien, Murcia und Valencia diesen Schritt getan.

Der Hilfsfonds für finanzschwache Regionen ist mit 18 Milliarden Euro ausgestattet. An die Kredithilfe sind allerdings harte finanz- und budgetpolitische Auflagen gebunden. Mit den vorliegenden Hilfsgesuchen würden bereits rund 90 Prozent der finanziellen Mittel aufgebraucht werden, berichtet "Spiegel Online". Nach Angaben der spanischen Notenbank sind die Balearen mit rund 4,7 Milliarden Euro verschuldet. Das entspricht 17,5 Prozent der regionalen Wirtschaftsleistung.

Fast jeder vierte Spanier ist arbeitslos

Spanien steckt seit dem Platzen einer Immobilienblase im Jahr 2008 in einer schweren Krise. Fast ein Viertel der Spanier ist arbeitslos, bei den jungen Leuten unter 25 Jahren hat sogar mehr als jeder Zweite keine Arbeit.

Als erste spanische Region hatte Valencia im Juli die Zentralregierung in Madrid um "Rettung" gebeten, wie "DiePresse.com" berichtete. Einst Aushängeschild des spanischen Wirtschaftsbooms, wurde die Mittelmeerregion Valencia in den vergangenen Jahren zum Symbol der Misswirtschaft, Korruption und der Krise.

(Red.)