Goldenes Quartier: Elsner-Penthouse zu kaufen

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Anfang November eröffnet Armani das erste Geschäft im neuen Luxusviertel. Zwölf von 18 Geschäften sind fix vermietet. Der Verkauf der Wohnungen startet. Komplett fertig sein soll das Goldene Quartier Ende 2013.

Wien/Cim. Das Goldene Quartier nimmt Gestalt an. Der Schutt weicht polierten Fassaden und Schaufenstern, die Gerüste geben den Blick auf die Namen der Mieter frei: Am 8.November eröffnet mit Armani das erste Geschäft im neuen Luxusviertel zwischen Tuchlauben und Am Hof, das die Signa-Holding entwickelt. Ende November folgt Louis Vuitton. Mittlerweile stehen die Mieter von zwölf der 18 Shops fest: Neben Louis Vuitton und Armani kommen Prada, Church's, Yves Saint Laurent, Etro, Brunello Cucinelli, Miu Miu, Brioni, 7 for all Mankind, Cachil und Bambini. Die Verhandlungen über die übrigen sechs Geschäfte seien im Finale, sagt Signa-Geschäftsführer Christoph Stadlhuber bei der Präsentation der Details des Projektes und einer Musterwohnung. 50 Interessenten, so Stadlhuber, hätten sich diese Musterwohnung bereits angeschaut. Der Verkauf der zwölf Apartments – je 120 bis 700 Quadratmeter groß, gehen über mehrere Etagen, jedes hat eine eigene Terrasse, versteht sich – startet in den kommenden Tagen. Elf davon (darunter Helmut Elsners altes Penthouse) befinden sich über den Tuchlauben, eines Am Hof.

500 Mio. Euro Investitionen

Über Preise will man nicht sprechen. „Wir beteiligen uns nicht an den Zahlenspielen, wer gerade die teuerste Wohnung der Stadt hat“, heißt es. Mitspielen werde man in der Topliga freilich wohl. Zur Orientierung: Ein Quadratmeter im Palais Principe, derzeit als teuerste Wohnungen Wiens gehandelt, kostet offiziell 27.500 Euro.

Komplett fertig sein soll das Goldene Quartier Ende 2013. In Summe investiert die Signa laut Stadlhuber 500 Mio. Euro in das Projekt. Davon finanziert sie auch die Gestaltung der neuen Fußgängerzone in der Bogner- und Seitzergasse, die ebenfalls bis Ende 2013 final umgewandelt sein sollen.

Signa-Gründer René Benko war bei der Präsentation übrigens nicht, wie angekündigt, anwesend. Aus „terminlichen Gründen“, hieß es. Zu dem Strafantrag der Korruptionsstaatsanwaltschaft – Benko wird, wie berichtet, „verbotene Intervention“ in einer Steuersache vorgeworfen, er ließ diese Vorwürfe zurückweisen – wollten sich die Vertreter der Signa nicht äußern.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.10.2012)


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