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Investoren sehen Griechenland riskanter als Syrien

Tourists visit the Athens Acropolis during a rainy day
REUTERS

Nach der Studie des Wirtschaftsprüfernetzwerk BDO schrecken Finanzvorstände von mittelgroßen Unternehmen vor Südeuropa zurück.

Die Schuldenkrise in Europa bestimmt international weiterhin das Geschäftsklima. Dies geht aus einer jährlichen Umfrage des internationalen Wirtschaftsprüfungsnetzwerks BDO unter Finanzvorständen mittelgroßer Unternehmen hervor. Demnach gilt Griechenland als riskanterer Ort für Investitionen als das Bürgerkriegsland Syrien. Lediglich Iran und Irak werden als noch riskanter gesehen als Griechenland.

Zwei Drittel der CFOs verstärken ihre Investitionen in sicheren Märkten. Dazu gehören vor allem die BRIC-Länder, in denen nach 29 Prozent im Jahr 2011 nun bereits 45 Prozent der Finanzchefs Investitionen planen. Ganz vorne auf der Wunschliste stehen China, die USA, Brasilien, Indien und Deutschland. Auch Russland und Mexiko finden sich unter den zehn begehrtesten Länder. China konnte damit bereits zum dritten Mal hintereinander den Platz ganz oben im Ranking verteidigen. Begründet wird der Wahl Chinas von der CFOs mit der Größe des Marktes und den billigen Arbeitsplätzen.

Rückschläge gab es laut Studie für die südeuropäischen Länder. Eine Investition in Spanien wird schon als riskanter beurteilt als eine in Ägypten, Griechenland ist sogar hinter Libyen und Syrien zurückgefallen. Finanzvorstände "sind zunehmend auf der Hut vor Südeuropa, von dem sie Teile als ebenso risikobehaftet wie die politisch instabilen Länder des Nahen Ostens sehen", erklärte BDO-Chef Martin Van Roekel. Befragt wurden 1000 Finanzvorstände mittelgroßer Unternehmen, die gegenwärtig Investitionen im Ausland planen.

(APA/sda)