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Rassistischer Sketch: Alaba schaltet Anwalt ein

David Alaba
David Alaba(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Thomas Bachun)
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David Alaba fühlt sich vom "Willkommen Österreich"-Duo Stermann/Grissemann in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt.

In der ORF-Sendung "Willkommen Österreich" stellte das Satire-Duo Dirk Stermann und Christoph Grissemann ein Treffen zwischen Frank Stronach und David Alaba nach. Dabei wurden fast alle rassistischen Klischees bemüht, so zeigt "Stronach" Grissemann dem schwarz geschminkten "Alaba" Stermann eine Banane mit den Worten: "Das kennst du sicher, das ist eine Banana."

David Alaba fühlt sich von der am 2. Oktober ausgestrahlten Sendung in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt und schaltete nun einen Anwalt ein. Das entsprechende Schreiben sei beim ORF bereits eingegangen, der anschließend auch eine halbherzige Entschuldigung veröffentlichte: "Dem ORF tut es leid, dass sich David Alaba in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt fühlt. Eine tatsächliche Verletzung gab es aber nicht." Stermann und Grissemann würden sich um eine Aussprache bemühen.

Auch Alabas Arbeitgeber FC Bayern meldete sich zu Wort: "Im gesamten europäischen Fußball und in allen Ligen wird der Rassismus ausdrücklich geächtet und bekämpft", sagt Klubsprecher Markus Hörwick. "Wir alle unterstützen diesen Kampf. Und dann passiert so etwas. Ich finde das geschmacklos." Hörwick garantiert Alaba jegliche Rückendeckung: "In Deutschland wäre so etwas unmöglich, das sollte es auch in Österreich sein. Der FC Bayern wird seinen Spieler schützen."

(red)