UniCredit-Chef: "Übernahme wäre etwas Wahnsinniges"

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Die Bank-Austria-Mutter bestreitet Pläne einer Fusion mit Konkurrenten Intesa. Der niedrige Börsenwert macht die Bank zum Spekulationsobjekt.

UniCredit-Chef Federico Ghizzoni befürchtet keine feindliche Übernahme seiner Bank. "Nein, das wäre etwas Wahnsinniges", antwortete er Journalisten, die ihm Fragen über die Gefahr einer feindlichen Übernahme der Bank Austria-Mutter angesichts des niedrigen Börsenwerts stellten. Spekulationen über eine Mega-Fusion UniCredits mit dem Konkurrenten Intesa Sanpaolo, die seit Tagen in Italien kursieren, wollte Ghizzoni nicht kommentieren. "Wir machen auf unserem Weg weiter", erklärte Ghizzoni am Montag in Mailand.

UniCredit hatte schon am Samstag entschieden Pläne zur Fusion mit Intesa Sanpaolo zur Abwendung feindlicher Übernahmen aus dem Ausland dementiert. Ein Sprecher von UniCredits Vizepräsidenten Fabrizio Palenzona bestritt in einer Presseaussendung einen Bericht der Tageszeitung "La Repubblica", laut dem die Idee einer Fusion mit Intesa auf den Manager zurückzuführen sei. "Dieser Bericht ist absolut haltlos", hieß es in der Presseaussendung.

UniCredit-Bosse dementieren

Laut Palenzona sind die Gerüchte über eine mögliche Fusion zwischen den beiden größten italienischen Banken Ausdruck einer "grenzenlosen Phantasie". Eine derartige Fusion wäre "vollkommen undurchführbar" und vom industriellen und finanziellen Standpunkt absolut "sinnlos".

Die Kapitalisierung UniCredits betrage 20,4 Milliarden Euro, jene von Intesa 20,5 Milliarden. "Aufgrund dieser Werte ist eine feindliche Übernahme nicht undenkbar", schrieb "La Repubblica" am Samstag. Auch die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" hatte am Freitag von Gerüchten über eine mögliche Fusion zwischen den beiden Banken berichtet.

(APA)

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