„UniCredit für uns eine strategische Investition"

Zukäufe. Libyens Investmentbehörde LIA will ihr Aktienpaket an der Bank-Austria-Mutter UniCredit aufstocken.

Rom. Libyens Investmentbehörde LIA will ihr Aktienpaket an der Bank-Austria-Mutter UniCredit aufstocken. "Wir sind bereit, im Rahmen einer Zusammenarbeit mit dem Management in Zukunft unseren Anteil zu erhöhen", berichtete LIA-Präsident Mohsen Derregia nach Angaben der Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore" am Mittwoch. Er drängt schon seit längerer Zeit, dass ein LIA-Mitglied in den UniCredit-Vorstand kommt.

LIA hält eine 1,25-prozentige-Beteiligung an UniCredit. Ein Berufungsgericht in Rom hatte erst am Montag das Aktienpaket wieder freigegeben, das im März mit anderen libyschen Vermögenswerten von den italienischen Justizbehörden beschlagnahmt worden war, da sie laut dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag auf die Familie des verstorbenen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi zurückzuführen seien.

Derregia ist an weiteren Investitionen in Italien interessiert. Investitionen bei der Gasgesellschaft Snam schloss der LIA-Präsident nicht aus. LIA hege dagegen keine Pläne, ihre Anteile am Snam-Mutterkonzern Eni aufzustocken.

Zu den in Italien konfiszierten Gaddafi-Mitteln zählt auch ein Aktienpaket am börsennotierten Fußballclub Juventus Turin (1,5 Prozent). Konfisziert wurden auch Aktien der Gruppe Fiat Auto im Wert von 622.000 Euro und der Nutzfahrzeugtochter Fiat Industrial im Wert von 883.000 Euro, eine Wohnung im Zentrum von Rom und Grundstücke auf der süditalienischen Insel Pantelleria. Über die Freigabe dieser Assets entscheidet ein Gericht in Rom am kommenden Dienstag (13. November).

(APA)

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