Milliarden-Deal. Die russische Regierung moniert fehlende Angaben zur Übernahme und Details zur Einigung mit den beteiligten Oligarchen.
Moskau. Die russische Regierung will der Übernahme des russisch-britischen Gemeinschaftsunternehmens TNK-BP durch den staatlichen Ölriesen Rosneft vorerst nicht zustimmen. Es fehlten noch Angaben zu den "wichtigsten Parametern des Geschäfts", darunter der Preis des Kaufs, zitierte die Zeitung "Iswestija" am Freitag aus einem Brief des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung an Regierungschef Dmitri Medwedew. Die Unterlagen müssten vervollständigt werden. Nach jetzigem Stand sei eine Zustimmung zu der Übernahme nicht möglich.
Dem Ministerium fehlen demnach Details zur Einigung mit den russischen Oligarchen, die 50 Prozent von TNK-BP halten. Rosneft habe nicht deutlich gemacht, wie der Kauf dieser Unternehmensanteile finanziert werden solle. Den anderen Teil an TNK-BP kauft der Ölriese dem britischen Mineralölkonzern BP ab. Das Geschäft soll insgesamt einen Wert von rund 55 Mrd. Dollar (43,2 Mrd. Euro) haben. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte sich persönlich für das Zustandekommen eingesetzt - der Einfluss des Staates auf die Ölproduktion im Land erhöht sich mit der Übernahme deutlich.
APA/AFP
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