Schuldenkrise. Das unter der Griechenland-Krise leidende Zypern hat sich zufrieden über den Beginn der neuen Gespräche mit der Gläubiger-Troika von EU-Kommission, EZB) IWF gezeigt.
Nikosia. Das unter der Griechenland-Krise leidende Zypern hat sich zufrieden über den Beginn der neuen Gespräche mit der Gläubiger-Troika von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) gezeigt. Es habe Fortschritte auf dem Weg zu einer Einigung über ein Hilfsprogramm gegeben, sagte der Sprecher des zypriotischen Finanzministeriums, Stefanos Stefanou, am Freitagabend in Nikosia nach einer Marathonsitzung. Es gebe aber noch viel zu tun.
Die zypriotische Regierung sei entschlossen, intensiv zu arbeiten, um "so schnell wie möglich" eine Einigung über die dringend benötigten Hilfen zu erzielen. Die Troika bleibt voraussichtlich bis Mitte kommender Woche in Zypern. Am Samstag soll es bei den Verhandlungen um den angeschlagenen Bankensektor der Insel gehen.
Das Euroland Zypern ist eng mit der griechischen Wirtschaft verflochten und leidet daher besonders unter der schweren Finanzkrise im Nachbarland. Ende Juni hatte die Regierung in Nikosia EU-Finanzhilfen beantragt. Sie befand jedoch die von der Troika im Gegenzug geforderten Reformen bisher als zu hart. Die Troika hatte etwa eine Senkung der Beamtenbezüge um 15 Prozent, eine Kürzung der Sozialleistungen um zehn Prozent sowie eine Erhöhung der Mehrwertsteuer verlangt.
(APA/AFP)