Juncker: "Wir möchten Luxemburger und Deutsche bleiben"

Luxembourg's PM Juncker speaks during an International Institute of Strategic Studies (IISS) lecture on the euro in Singapore
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Luxemburgs Premier spricht sich gegen "Vereinigte Staaten von Europa" aus. Die Menschen brauchen nationalen und regionalen Referenzrahmen.

Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker hält nichts von einem Zusammenschluss der EU-Länder. "Ich nehme zur Kenntnis, und es entspricht auch meiner eigenen Befindlichkeit, dass die Menschen keine Vereinigten Staaten von Europa im Sinne der USA haben wollen", sagte der Chef der Euro-Gruppe der in Bielefeld erscheinenden "Neuen Westfälischen".

Die Menschen bräuchten ihren nationalen und regionalen Referenzrahmen; Gemütlichkeit, in der man sich wohlfühle. "Das wollen wir uns durch den Integrationsprozess nicht wegspülen lassen. Wir möchten Luxemburger, Deutsche und Westfalen bleiben", sagte Juncker.

In einem Gespräch mit dem Schweizer Fernsehen antwortete Juncker hingegen auf die Frage, ob denn der Euro gegenwärtig nicht zerstörerische Kräfte habe, dass Europa, wenn es in der Zukunft als kleiner Kontinent eine Rolle in der Welt spielen möchte, es sich nicht auf Nationalstaaten verlassen dürfe, dann brauche es den kontinentalen Zusammenschluss."