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Missbrauch: Opferplattform kritisiert Pfarrer-Initiative

In der Kritik: Sprecher der Pfarrer-Initiative Helmut Schüller.
In der Kritik: Sprecher der Pfarrer-Initiative Helmut Schüller.(c) APA HERBERT PFARRHOFER HERBERT PFARRHOFER
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Schüllers Interesse am Thema sexuelle Gewalt sei "äußerst gering", kritisiert die "Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt". Sie fordert mehr Unterstützung.

Die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt ist trotz des Ausschlusses zweier Mitglieder unter Missbrauchsverdacht mit der Pfarrer-Initiative weiterhin unzufrieden. Das Interesse deren Sprechers, Helmut Schüller, am Thema Sexuelle Gewalt in der Kirche sei nach wie vor "äußerst gering", bemängelte Sepp Rothwangl von der Plattform am Montag in einer Stellungnahme gegenüber der Austria Presse Agentur. Erst durch die mediale Berichterstattung habe die Pfarrer-Initiative reagiert.

Aufgrund des öffentlichen Drucks habe sich Schüller entschlossen, "halbherzig zu handeln", kritisiert die Plattform. Dabei sei der prominente Pfarrer und ehemalige Leiter der kirchlichen Ombudsstelle in der Erzdiözese Wien "ungerechtfertigterweise der Kriegsgewinnler innerhalb der römisch-katholischen Kirche was den sexuellen Missbrauch anlangt". Schüller sei "im Schatten des Missbrauchskandals", der bisher nur der Amtskirche angehaftet sei, "groß" geworden.

Wenn Schüller glaubwürdig gegen sexuellen Missbrauch in der Kirche eintreten will, würde er laut Opferplattform auch die Forderungen nach einer staatlichen wie unabhängigen Kommission, den Verzicht auf den Verjährungseinwand in zivilrechtlichen Verfahren sowie "angemessenen Entschädigungen anstatt kirchlicher Almosen" für Opfer unterstützen.

(APA)