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Asyl: Erste Kasernen-Quartiere zeichnen sich ab

Asyl Erste KasernenQuartiere zeichnen
Symbolbild: Traiskirchenc APA HANS KLAUS TECHT HANS KLAUS TECHT
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Die Bekanntgabe der neuen Quartiere für Asylanten steht bevor. Als Kandidaten gelten eine Kaserne in Linz-Ebelsberg, eine in Krumpendorf und eine an Red Bull verkaufte Kaserne in Salzburg.

Die Quartiersuche zur Entlastung der Asyl-Erstaufnahmestelle Traiskirchen ist in der entscheidenden Phase. Am Freitag soll bekannt gegeben werden, auf welchen Polizei- oder Kasernen-Flächen Flüchtlinge untergebracht werden. Klar ist, dass nur in jenen Ländern Bundesflächen für Flüchtlingsquartiere eröffnet werden, die nicht einmal die beim Asyl-Gipfel vereinbarte Quoten-Erfüllung von 88 Prozent schaffen. Dies sind nach heutiger Prognose Salzburg, Oberösterreich, Kärnten und Tirol.

In all diesen Ländern werden Groß-Quartiere eröffnet, sollten sie nicht wider Erwarten bis Freitag genügend Flüchtlinge in Privatquartieren unterbringen. Der Belagsstand in Traiskirchen hatte sich zuletzt von mehr als 1400 auf gut 1200 reduziert. Da Niederösterreichs VP-Landeshauptmann Erwin Pröll angedeutet hat, dass er in etwa 700 Flüchtlinge in Traiskirchen akzeptieren könnte, werden wohl 400 bis 500 neue Unterkünfte benötigt. Das etwas Absurde daran: Kommt es zur Reduktion der Plätze in Traiskirchen, wird es auch für Niederösterreich mit der Erfüllung der Quote eng.

Was die Ersatzquartiere angeht, wollte man sich am Dienstag im Innenministerium noch auf keine möglichen Standorte festlegen. Dazu müsse man noch bis Freitag warten, ob die Länder ihre Vorgaben erfüllen können.

Spekulationen über Kasernen

Relativ fix scheint, dass in Oberösterreich Kasernen-Flächen zur Unterbringung von Flüchtlingen herangezogen werden, als Favorit gilt die Hiller-Kaserne in Linz. In Frage käme außerdem die Tilly-Kaserne in Freistadt. In Tirol dürfte die Unterbringung nicht in militärischen Einrichtungen erfolgen. Entsprechende Vorbereitungen gebe es nämlich nicht, hieß es aus dem dortigen Militärkommando. In Kärnten könnte laut Medienberichten auf eine Einrichung der Exekutive zurückgegriffen werde. Möglich erscheint ein Containerdorf am Gelände der Polizeikaserne in Krumpendorf.

In Salzburg wurde am Dienstag noch geprüft, ob in der erst vor wenigen Tagen an Red Bull verkauften Rainerkaserne in Elsbethen-Glasenbach Asylwerber untergebracht werden können. "Es ist möglich. Ein Ergebnis soll im Lauf des Nachmittages oder spätestens morgen vorliegen", sagte Harald Haidenberger, Sprecher von VP-Integrations-Landesrätin Tina Widmann.

(APA)