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Stationen im Leben von Yasser Arafat

Stationen Leben Yasser Arafat
Yasser Arafatc EPA Hussein Hussein
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Der frühere Palästinenserführer war die Symbolfigur des Kampfes für einen eigenen Staat. Die wichtigsten Stationen:

Der frühere Palästinenserführer Yasser Arafat wurde als Sohn eines Textilhändlers 1929 vermutlich in Kairo geboren. Er selbst gab Jerusalem als Geburtsort an. Für die Palästinenser war der Mann mit dem schwarz-weißen Kopftuch Symbolfigur ihres Kampfes für einen eigenen Staat. Die wichtigsten Stationen:

1958: Arafat gründet die Organisation Al-Fatah, die einen unabhängigen Palästinenserstaat anstrebt.

1969: Er wird Chef der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO.

1974: Arafat spricht erstmals vor der UN-Vollversammlung.

1982: Nach dem Einmarsch israelischer Truppen in den Libanon geht Arafat nach Tunesien.

1988: Während des ersten Palästinenseraufstandes ruft er den Staat Palästina aus. Zugleich erkennt Arafat das Existenzrecht Israels an.

1993: Er besiegelt mit Israels Regierungschef Izchak Rabin und US- Präsident Bill Clinton das erste Autonomieabkommen.

1994: Friedensnobelpreis zusammen mit Rabin und dem israelischen Außenminister Shimon Peres.

1996: Die Palästinenser wählen Arafat zum Präsidenten.

2000: In Camp David (USA) scheitert der Versuch, Arafat und Israels Regierungschef Ehud Barak zu einem Friedensvertrag zu bewegen. Ein Volksaufstand der Palästinenser besiegelt Arafats Abstieg.

2001: Israel stellt Arafat unter Hausarrest.

2004: Nach einem Zusammenbruch kommt er in ein Militärkrankenhaus bei Paris, wo er nach mehreren Tagen im Koma am 11. November stirbt.

(APA/dpa)