ATX bleibt trotz Schlussplus im Minus

Börseschluss. Kurz vor Handelsschluss gewinnt der Wiener Leitindex noch fünf Punkte, für einen Tagesgewinn reicht es aber nicht.

Wien. Die Wiener Börse hat am heutigen Dienstag bei durchschnittlichem Volumen mit leichterer Tendenz geschlossen. Der heimische Leitindex ATX fiel gegenüber dem Montag-Schluss (2.304,40) um 6,48 Punkte oder 0,28 Prozent auf 2.297,92 Zähler. Gegenüber Ultimo 2011 liegt der ATX per heute 406,24 Punkte oder 21,48 Prozent im Plus. Der ATX Prime schloss mit einem Minus von 0,23 Prozent oder 2,64 Punkten bei 1.124,92 Einheiten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,01 Prozent, DAX/Frankfurt -0,13 Prozent, FTSE/London -0,12 Prozent und CAC-40/Paris +0,29 Prozent.

Im Frühhandel galt europaweit noch der am Montagnachmittag veröffentlichte schwache ISM-Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie als Belastungsfaktor am Markt. Für ein positiveres Sentiment dürften unterdessen Hoffnungen auf eine Lösung des US-Haushaltsstreits gesorgt haben, hieß es aus dem Handel.

Die Bekanntgabe des Türkei-Ausstiegs bescherte der Verbund-Aktie im Frühhandel noch kräftige Gewinne. Die Analysten der Erste-Group hatten den Deal in einer ersten Einschätzung als "sehr positiv" bewertet. Im Verlauf drehten die Titel dann aber ins Minus und schlossen mit einem kleinen Abschlag von 0,14 Prozent auf 17,60 Euro.

In den Blickpunkt gerieten zudem Erste Group. Die Titel zeigten sich innerhalb eines europaweit freundlichen Sektors um 0,49 Prozent auf 22,14 Euro schwächer. Die Finanz-Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben ihr Anlagevotum für die Erste Group-Aktien von "Buy" auf "Hold" herabgesetzt. Das Kursziel wurde im Zuge dessen allerdings von 17,50 auf 24,00 Euro erhöht. Der verbesserte Ausblick, das reduzierte systematische Risiko aufgrund von Zentralbankinterventionen und das Ende des Anteilsüberhangs der Erste Stiftung, durch die Platzierung von 14 Mio. Anteilen Anfang Oktober, wurden als Gründe für das höhere Kursziel gelistet.

Raiffeisen gaben die Verlaufsgewinne bis zum Börsenschluss wieder ab und schlossen kaum verändert mit einem knapp Plus von 0,02 Prozent auf 32,08 Euro. Die Raiffeisenbank International (RBI) kann ihre neu erworbene Polentochter Polbank mit der bestehenden Raiffeisen Bank Polska fusionieren.

voestalpine zeigten sich am Berichtstag um 0,54 Prozent bei 24,66 Euro schwächer. Beim oberösterreichischen Stahlerzeuger ist es infolge einer zweiprozentigen Kapitalerhöhung, die am 24. November ins Firmenbuch eingetragen wurde, zu geringfügigen Änderungen in der Eigentümerstruktur gekommen.

Telekom Austria schlossen unverändert bei 4,89 Euro. Im Verlauf hatten die Titel noch kräftige Gewinne verbucht, nachdem sie am Vortag zu den größten Verlierern gezählt hatten. Unter den weiteren Schwergewichten verloren Andritz 1,91 Prozent auf 48,80 Euro.

Auch der Ölsektor präsentierte sich in einem europäischen Branchenvergleich unter den größeren Gewinner. An der Wiener Börse erhöhten sich OMV um 0,29 Prozent auf 27,38 Euro und SBO stiegen um 1,38 Prozent auf 80,60 Euro.

Das Tageshoch erreichte der ATX gegen 10.00 Uhr mit 2.305,75 Zählern. Das Tagestief lag zu Sitzungsbeginn bei 2.290,06 Zählern. Im prime market zeigten sich am Ende der Sitzung 18 Titel mit höheren Kursen, 18 mit tieferen und einer unverändert. In einer Aktie kam es zu keiner Kursbildung.

Gehandelt wurden im prime market 5.515.244 (Vortag: 6.055.002) Stück Aktien (Einfachzählung). Umsatzstärkste Aktie war Erste Group mit 560.361 Stück Aktien. Wertmäßig kam heute ein Umsatz im prime market (Doppelzählung) von 119,848 (135,802) Mio. Euro zu Stande, wovon 24,75 Mio. Euro allein auf Erste Group entfielen.

(APA)

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