Fusion mit der zugekauften Polbank geplant. Im Zuge des Zusammenschlusses soll es ein Restrukturierungsprogramm geben. Vorgesehen sind die Verringerung der Mitarbeiterzahl.
Wien/Höll. Die Raiffeisen Bank International (RBI) will ihre polnische Tochter „Raiffeisen Bank Polska“ mit der vor Kurzem zugekauften Polbank fusionieren. Nun liegt dazu die Genehmigung der Finanzaufsicht in Warschau vor.
Im Zuge des Zusammenschlusses soll es ein Restrukturierungsprogramm geben. Vorgesehen sind die Verringerung der Mitarbeiterzahl und die Schließung von Filialen. Bis 2015 sollen rund 470 Jobs gestrichen werden.
Künftig soll es nur noch 6000Beschäftigte geben. „Es werden keine neuen Mitarbeiter eingestellt, um Abgänge aufgrund natürlicher Fluktuation auszugleichen“, teilte Raiffeisen mit. Dem Vernehmen nach sind Kündigungen nicht auszuschließen. Zuletzt hatte die österreichische Bankengruppe in Polen 6471 Mitarbeiter.
Mit der Fusion wird Polen (nach Russland) für Raiffeisen der zweitwichtigste Markt in Osteuropa. Die Österreicher zahlten für die Polbank rund 600 Mio. Euro.
RBI-Chef Herbert Stepic sagte, eine Fusion bringe „immer Redundanzen bei Prozessen, Strukturen und nicht zuletzt Mitarbeitern“. Seit Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008 hat die RBI in ihren Ost- und Südeuropa-Töchtern bereits 8580Beschäftigte abgebaut. Dies entspricht rund 13 Prozent der Belegschaft. Seit Jahresbeginn sind 1939 Stellen gestrichen worden.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.12.2012)