US-Börsen werden leichter erwartet

Marktvorschau. Nach negativ interpretierten EZB-Prognosen werden die US-Börsen mit geringfügig leichteren Eröffnungen erwartet.

New York. Der Future auf den Leitindex Dow Jones Industrial wurde etwa 20 Minuten vor Handelsstart 0,05 Prozent unter dem Vortagesschluss gehandelt. Der aktive Terminkontrakt auf den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 stand mit 0,25 Prozent im Minus.

EZB-Präsident Mario Draghi hat die Konjunkturerwartungen für die Eurozone im kommenden Jahr nach unten revidiert und von breiten Diskussionen unter den Währungshütern über eine Zinssenkung berichtet. Die Bekanntgabe der Erstanträge auf US-Arbeitslosenunterstützung vor wenigen Minuten änderte zunächst kaum etwas an der trägen Entwicklung. Diese waren im Vergleich zur Vorwoche um 25.000 auf 370.000 Anträge gesunken, während Volkswirte mit einem Rückgang auf 380.000 gerechnet hatten.

Beherrschendes Thema an den Märkten werde die Auseinandersetzung um den US-Haushalt bleiben, sagte ein Experte, der eine grundsätzlich positive Grundstimmung und steigende Kurse zum Jahresende sieht. Anleger seien nun zuversichtlicher, dass sich Republikaner und Demokraten noch dieses Jahr auf ein neues Budget einigen, und damit die drohende "Fiskalklippe" umschiffen. Verwiesen wurde in diesem Zusammenhang auf eine Initiative republikanischer Abgeordneter, die die Prüfung "aller Optionen" gefordert hatten, um aus der Sackgasse der Verhandlungen zu kommen.

Unter den Einzelwerten dürften Apple-Aktien ihre steile Abwärtsbewegung vom Vortag gebremst fortsetzen. Im vorbörslichen Handel fielen die Papiere nochmals um 1,66 Prozent. Als Schlusslicht im Nasdaq 100 waren sie am Mittwoch um mehr als fünf Prozent abgerutscht. Begründet wurde dies mit den Erwartungen eines Marktforschungsunternehmens, wonach der Apple-Marktanteil bei Tablets bis 2016 auf unter 50 Prozent sinken soll.

(APA/dpa-AFX)

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