Anlageverhalten: Jeder vierte Österreicher tendiert zu Wertpapieren

Fessel-GfK-Untersuchung ortet sechs Risikotypen: vom Sicherheitsfanatiker bis zum Draufgänger.

WIEN (dom). Das Sparbuch ist weiterhin die mit Abstand beliebteste Anlageform der Österreicher, 75 Prozent der über 15-jährigen haben eines oder mehrere. Etwa zehn Prozent der Bevölkerung legen ihr Geld bereits in Investmentfonds an, sechs Prozent in Aktien. Bezüglich ihres Spar- und Anlageverhaltens können laut einer von Fessel-GfK im Auftrag von Raiffeisen Capital Management (RCM) erstellten Studie die Österreicher in sechs Risikotypen eingeteilt werden. Dabei ist der Lebensstil - das Verhalten im Beruf und in der Freizeit, im Straßenverkehr oder die Einstellung zum Glücksspiel - für die Zuordnung zu den einzelnen Typen wichtiger als das Alter oder das Einkommen.

Die größte Gruppe sind mit 24 Prozent die Sicherheitsfanatiker. Sie tendieren ebenso wie die Erlebnisorientierten (18 Prozent) und Otto-Normalverbraucher (16) laut Fessel-GfK-Chef Rudolf Bretschneider vor allem zum klassischen Sparbuch.

Die restlichen mehr als 40 Prozent der Bevölkerung stehen Wertpapieren generell positiv gegenüber. Draufgänger (diese Gruppe umfasst etwa zwölf Prozent der Österreicher) haben eine hohe Affinität zu Aktien. Vorsichtige (16 Prozent) und Genießer (14 Prozent) sind Gruppen mit höherem Einkommen und besserer Bildung. Sie können sich für Investmentfonds, Lebensversicherungen, Aktien, Anleihen sowie die Zukunftsvorsorge erwärmen. Als Argumente für den Kauf von Investmentfonds werden laut RCM-Geschäftsführer Andreas Zakostelsky die höhere Rendite und die gegenüber Aktien größere Sicherheit genannt. Das Wissen über Fonds ist zwar generell gestiegen. Sicherheitsfanatiker, Otto-Normalverbraucher sowie Erlebnisorientierte sind aber noch deutlich schlechter informiert als der Bevölkerungsdurchschnitt. Als wichtigste Informationsquelle über Sparen oder Kredit dient nach wie vor das Kreditinstitut. Über das Internet informieren sich zwölf Prozent der Bevölkerung. Dieser Anteil wird laut Bretschneider in den kommenden Jahren deutlich steigen.

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