Filmjahr 2013
Gatsby, Star Trek und das neue ''Twilight''
Das neue Kinojahr bringt teils sehenswerte Straßenfeger und viel Science-Fiction. Nicht fehlen dürfen Filme aus dem Hause Marvel, auch Waltz und Schwarzenegger mischen mit.
Was bringt das Filmjahr 2013? DiePresse.com hat den Überblick - Eine Vorschau auf Blockbuster, Comedy-Hits und potentielle Aufreger von Maciej Palucki und Heide Rampetzreiter. Ein Oscar-verdächtiger Film ist bereits seit 3. Jänner zu sehen: "Silver Linings", eine eigenwillige Liebeskomödie zwischen zwei psychisch labilen Menschen. Insbesondere die darstellerischen Leistungen von Bradley Cooper und Jennifer Lawrence wurden mit Lob bedacht - und dürften wohl bei der Verleihung der Academy Awards berücksichtigt werden. Mit dabei ist auch Robert De Niro als wettbegeisterter Vater.
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Nicht nur von Fans des Zitatmeisters sehnlich erwartet: Quentin Tarantinos neuestes Werk, der postmoderne Western Django Unchained. Jamie Foxx, Christoph Waltz und Leonardo DiCaprio geben sich darin schießwütig. Ab 18. Jänner
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In die Unterwelt der Vierziger und Fünfziger Jahre entführt "Gangster Squad". Darin kämpft die Polizei von L.A. gegen die zunehmend mächtiger werdende Ostküsten-Mafia. Sean Penn mimt ein megalomanisches Syndikats-Oberhaupt. Josh Brolin und Ryan Gosling (der mit Emma Stone ein unsternbedrohtes Liebespaar bildet) setzen sich als Polizei-Geheimgruppe über das Gesetz hinweg. Ab 18. Jänner
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Epochal dürfte "Lincoln" werden: Regisseur Steven Spielberg lässt eine ganze Reihe an erstklassigen Schauspielern antreten, allen voran Daniel Day-Lewis. Der Meister im Method-Acting blieb angeblich während der gesamten Dreharbeiten in seiner Rolle und ließ sich sogar von Spielberg ausschließlich mit "Mr. President" anreden, ebenso wie von seinen Co-Stars Sally Field, Joseph Gordon-Levitt und Tommy Lee Jones. So viel Hingabe riecht förmlich nach Oscar-Lorbeer. Der Film handelt von Lincolns letzten Monaten, insbesondere von der Durchsetzung des "13th Amendment", jenes Zusatzartikels zur Verfassung, mit dem die Sklaverei im Gesamtgebiet der USA abgeschafft wurde.Ab 25. Jänner
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Weiterer Höhepunkt zu Jahresbeginn: The Last Stand. Im Action-Drama von Kim Ji-woon ("The Good, The Bad, The Weird") spielt Arnold Schwarzenegger seine erste Hauptrolle in einem Kinostreifen seit "Terminator 3" (2003). Ab 31. Jänner
Centfox
Auch ein zweiter alter Actionheld kehrt zurück: Bruce Willis spielt im inzwischen fünften Teil der Reihe "Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben" (A Good Day to Die Hard) erneut John McLane. Diesmal an seiner Steite: Mary Elizabeth Winstead als Tochter Lucy McClane und Newcomer Jai Courtney ("Spartacus: Blood and Sand", rechts) als Sohn Jack McClane. Ab 15. Februar
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Der Februar bringt einen der spannendsten Oscar-Anwärter: Kathryn Bigelows "Zero Dark Thirty", der von der Jagd auf Osama bin Laden handelt. Er umspannt eine Dekade – von 9/11-Telefonbotschaften bis zur Echtzeit-Rekonstruktion, im Mittelpunkt steht eine ungewöhnliche CIA-Frau (Jessica Chastain). Ab 1. Februar
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Erhellend in der Frage "Was war das für ein Mensch?" könnte die Filmbiographie "Hitchcock" sein. Anthony Hopkins verkörpert den ikonographischen Filmemacher und Suspense-Meister, Helen Mirren seine Ehefrau und Scarlett Johansson Janet Leigh. Im Zentrum steht die Entstehung von "Psycho". Zu sehen ist auch "Karate Kid" Ralph Macchio. Ab 8. Februar
Centfox
Noch mehr Drama im Februar: "The Master" von Paul Thomas Anderson ist eine Art Liebesgeschichte zwischen einem wortgewandten Guru (Philip Seymour Hoffman) und dem Kriegsheimkehrer Freddie (Joaquin Phoenix), die man auch als Statement zu L. Ron Hubbard und Scientology sehen kann. Hochkarätig besetzt ist überdies die Musicalverfilmung Les Misérables: Von den Darstellern Hugh Jackman, Russell Crowe, Amanda Seyfried, Helena Bonham Carter und Anne Hathaway darf sich vor allem letztere Preishoffnungen machen. Beide ab 22. Februar
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Beklemmend dürfte die Verfilmung der Leidensgeschichte von Natascha Kampusch werden: "3096 Tage" basiert auf ihrer Autobiografie. Der verstorbene Produzent Bernd Eichinger schrieb das Drehbuch. Die Britin Antonia Campbell-Hughes spielt das Entführungsopfer ab dem Jugendlichenalter, der Däne Thure Lindhardt ihren Entführer. Ab 28. Februar
Einen Frühjahrs-Hit erwartet man sich in den USA mit "Warm Bodies": In der romantischen Zombie-Komödie verliebt sich ein Untoter (Nicholas Hoult) - und wird so wieder zum Leben erweckt. Regie führte Jonathan Levine, der im vergangenen Jahr mit der Krebskomödie "50/50" die Kritiker überzeugte. Für Fans von "Zombieland".In Deutschland ab 21. Februar, der Österreich-Start ist noch nicht fixiert
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Nachdem Abraham Lincoln im vergangenen Jahr zum Vampirjäger wurde, greifen heuer Märchenfiguren zu den Waffen: "Hänsel und Gretel: Hexenjänger" ist eine eigenwillige Fantasy-Action-Version des Grimm-Märchens. Wir raten zum englischen Original, damit man die Absurdität richtig spürt, etwa bei Sätzen wie diesem: "My name is Gretel, this is my brother Hansel."Ab 1. März
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Mit deutlicher Verspätung läuft "This is 40" hierzulande an. Auf Deutsch trägt die Komödie von Judd Apatow den eher nichtssagenden Titel "Immer Ärger mit 40". In dem Spin-Off der erfolgreichen US-Komödie "Knocked Up - Beim ersten Mal" versuchen Paul Rudd und Leslie Mann mit dem Altern fertigzuwerden. Ab 1. März
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"Spiderman"-Regisseur Sam Raimi meldet sich mit dem bildgewaltigen "Zauberer von Oz"-Prequel "Die fantastische Welt von Oz" zurück. James Franco schlüpft in die Rolle des sagenumwobenen Magiers. Als Hexen sind Mila Kunis, Rachel Weisz und Michelle Williams im Einsatz. Wie sagte Judy Garland anno 1939? "Toto, I have a feeling we’re not in Kansas anymore."Ab 7. März
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Im April startet der Psycho-Thriller Stoker mit Nicole Kidman und Mia Wasikowska als Mutter und Tochter. Nach dem Tod von Gatte bzw. Vater Stoker taucht dessen unheimlicher Bruder (Matthew Goode) auf ... Klingt nach einer bekannten Horrorfilm-Formel? Man darf sich ruhig mehr erwarten, denn Regie führte der koreanische Grausamkeiten-Großmeister Chan-wook Park ("Oldboy"). Ab 5. April
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Ist das das neue "Twilight"? Möglich. "Beautiful Creatures - Eine unsterbliche Liebe" ist die Verfilmung des ersten Bandes der vierteiligen Romanreihe von Kami Garcia und Margaret Stohl. Im Zentrum stehen die jugendliche Hexe Lena (Alice Englert) und ihr Schulkollege Ethan (Alden Ehrenreich). Große Liebe, eh klar. Doch Lenas 16. Geburtstag steht an, und dann entscheidet sich, ob sie zur dunklen oder hellen Seite der Magie gehören wird. Emma Thompson und Emmy Rossum sind düster, Jeremy Irons ist weise. Und Regisseur Richard LaGravenese ist für Schmonzetten wie "P.S. Ich Liebe Dich" bekannt. Gute Voraussetzungen für einen Teenie-Hype eigentlich. Ab 4. April
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Einen guten Grund gibt es, um sich die Stephenie-Meyer-Verfilmung (ja, die von "Twilight") "Seelen" anzusehen: Saoirse Ronan. Die junge Irin spielt die Hauptrolle, ein Mädchen, das in einer Welt lebt, in der fast alle Menschen von Aliens infiziert und quasi von Innen ersetzt wurden (daher die leuchtend blauen Augen). Diane Kruger macht die böse Ober-Alien-Dame, die der Rettung via Liebe im Weg steht. Ab 26. April
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Zumindest optisch vielversprechend wirkt das Sci-Fi-Abenteuer Oblivion, solange man keine Allergie gegen Tom Cruise hat. Darin ist die Welt zerstört und ein einsamer Kämpfer (Cruise) kehrt auf die Erde zurück, wo eine mysteriöse Frau (Bond-Girl Olga Kurylenko) und allerlei Alien-Action auf ihn warten. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Graphic Novel von "Tron: Legacy"-Regisseur Joseph Kosinski. Ab 12. April Eine Art "Bridesmaids"-Nachfolger könnte die Cop-Komödie "The Heat – Taffe Mädels" werden. Die Komödie wartet mit Sandra Bullock und Melissa McCarthy auf, Regie führte Paul Feig. Ab 26. April
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Der Kinomonat Mai enttäuscht auch 2013 nicht: Robert Downey jr. schlüpft wieder in die Eisenmannrüstung in "Iron Man 3". Darin darf man sich auf einen sehr persönlichen Kampf mit dem "Mandarin" gefasst machen. Wird sicher eine ordentliche Materialschlacht. Die Wahl des Regisseurs ist mutig: "Lethal Weapon"-Autor Shane Black setzte bis dato nur einen Film, nämlich "Kiss Kiss Bang Bang", in Szene. Ab 2. Mai
Constantin
Nach dem düsteren Teaser-Trailer zum neuen Star Trek-Film von J. J. Abrams, darf man Vorfreude auf Into Darkness hegen - und sich einen der Blockbuster des Jahres erwarten. Um die Handlung macht Abrams ein Geheimnis, so viel ist aber fix: Chris Pine (rechts) spielt nach dem Star-Trek-Reboot 2009 zum zweiten Mal Captain Kirk, Zachary Quinto den spitzohrigen Spock (links) und als Bösewicht ist der hochgelobte Brite Benedict Cumberbatch (Mitte) dabei. Ab 17. Mai
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Nicht nur die von Prada designten Kostüme werden in The Great Gatsby strahlen. Die F. Scott Fitzgerald-Verfilmung glänzt mit einem exzellenten Cast, bestehend aus Leonardo DiCaprio, Carey Mulligan, Joel Edgerton und Tobey Maguire. Wenn der Film hält, was der großartige Trailer verspricht, könnte Baz Luhrmanns 3D-Streifen die bis dato "gültige" Verfilmung von 1974 mit Robert Redford und Mia Farrow ablösen. Warnzeichen: Warner verschob den Film von Weihnachten auf den Frühsommer. Wir erwarten uns trotzdem ein Film-Highlight. Schließlich sieht man im Trailer unter anderem ein Zebra, das im Swimming Pool schwimmt. Ab 17. Mai
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Regisseur und Drehbuchautor Todd Phillips schließt im Mai außerdem die Hangover-Reihe, die zu einer Trilogie anwächst, ab. Bradley Cooper, Zach Galifianakis, Ed Helms und Justin Bartha werden erneut rauschhaftes Chaos durchleben. Diesmal ohne Junggesellenabschied oder Hochzeit als Vorwand. Ab 31. Mai
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Braucht "Hangover" einen dritten Teil? Und Stephen Kings "Carrie" eine Neuverfilmung? Beides kann man diskutieren. Die Voraussetzungen für "Carrie" stehen indes gut, denn nach Sissy Spacek (1976) schlüpft das Hollywood-Wunderkind Chloë Grace Moretz in die Titelrolle. Ihre Mutter wird von niemand geringerem als Julianne Moore gespielt. Und Regisseurin Kimberly Peirce machte einst "Boys Don't Cry". Der Kinostart in den USA wurde von Juni auf Oktober verschoben, Österreich ist "Carrie" ab 6. Dezember zu sehen
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Mit großen Erwartungen verbunden ist "Superman: Man of Steel". Nachdem eine Kino-Neuauflage der überirdischen Heldengeschichte 2006 scheiterte, soll Regisseur Zack Snyder den Karren aus dem Dreck ziehen. Snyder drehte bisher Filme wie "300" und "Watchmen". Weil aber Christopher Nolan als Co-Produzent an Bord ist, darf man sich von "Man of Steel" nicht nur schöne Bilder, sondern auch Handlung erwarten. Der Trailer zeigt Clark Kent (mit Henry Cavill erstmals ein Brite) als Helden auf Identitätssuche. Sein Gegenspieler General Zod ist mit Michael Shannon gut besetzt. Auch gut: Kevin Costner ist Papa Kent, Amy Adams Lois Lane. Ab 21. Juni
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Der deutsche Regisseur Marc Foster war zwar für den eher schwachen Bond-Film "Ein Quantum Trost" verantwortlich, aber auch für ein paar recht gute Filme ("Monster's Ball", "Stay"). In "World War Z" kämpft Brad Pitt gegen eine Zombie-Pandemie. Ab 28. Juni
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Außerdem läuft im Sommer "Kick-Ass 2", der Nachfolger des schrägen Superhelden-Films, an. Wieder dabei sind Chloë Grace Moretz, Aaron Taylor-Johnson und Christopher Mintz-Plasse, auch Jim Carrey und (gerüchteweise) Nicolas Cage spielen mit. Ab 12. Juli
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Der neue "X-Men"-Film "Days of Future Past" startet erst 2014, bereits heuer kommt The Wolverine ins Kino. Hugh Jackman reist als Wolf-Mann Logan nach Japan, wo er bei einem Samurai trainiert. "Walk the Line"-Regisseur James Mangold wurde mit dem Projekt betreut. Ab 26. Juli
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Je nach Form von Regisseur Gore Verbinski könnte "The Lone Ranger" großartig werden. Schließlich begründete er die "Fluch der Karibik"-Reihe. "The Lone Ranger" basiert jedenfalls auf einer TV-Serie aus den Fünfzigern. Den (fast) unsterblichen Texas Ranger spielt Armie Hammer (er mimte die Winklevoss-Zwillinge in "The Social Network"). Und Johnny Depp könnte als cleverer Indianer Tonto zu einer neuen Paraderolle finden. Ab 8. August
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Erinnern Sie sich an den Überraschungserfolg "District 9", einer Art Apartheid-Metapher mit Aliens, von 2009? Das war der Durchbruch für den 33-jährigen Regisseur und Drehbuchautor Neill Blomkamp. Mit "Elysium" feiert er seinen Hollywood-Einstand. Auch diesmal geht es um eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Die Reichen leben im Jahr 2159 auf einer Raumstation, die Armen auf der vermüllten Erde. Matt Damon übernimmt eine Mission, die diese Ordnung durchbrechen könnte. Der Österreich-Filmstart ist noch nicht fixiert, in Deutschland ab 29. August
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Nicht nur unter Liebhabern wird der Abschluss der "Blood and Ice Cream"-Trilogie von Simon Pegg und Nick Frost Fans finden. Auf Teil eins "Shaun of the Dead" und Teil zwei "Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis" folgt Teil drei "The World's End". Vielversprechend klingt der Plot: Drei Freunde wollen eine Art "Seidl-Rallye" aus ihrer Vergangenheit wiederholen - und werden zufällig zur letzten Hoffnung der Menschheit. Klingt wie "Hangover" kombiniert mit Apokalypse-Absurdität Ab 13. September
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Die Formel-1-Rivalität zwischen Niki Lauda (Daniel Brühl, im Bild) und James Hunt (Chris Hemsworth) ist Thema des Biopics Rush. Der Film spielt in jenem Sommer 1976, in dem Lauda schwer verunglückte. Regie führt Blockbuster-Veteran Ron Howard.Der Kinostart ist noch nicht fixiert, dürfte aber der 3. Oktober werden
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Der deutsche Regisseur Roland Emmerich hat seine Karriere quasi um die Zerstörung des Weißen Hauses gebaut ("Independence Day", "The Day After Tomorrow", " 2012 - Das Ende der Welt"). In "White House Down" wird das Gebäude nicht kunstvoll in die Luft gejagt oder weggeschwemmt, sondern von Terroristen besetzt. "Sexiest Man Alive" Channing Tatum (links) eilt Präsident Jamie Foxx (rechts) zu Hilfe. Der Rest ist Action.Österreich-Start noch nicht fixiert, in Deutschland ab 19. September im Kino
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Im November gibt Chris Hemsworth zum dritten Mal Marvel-Charakter Thor in "Thor: Dark World". Diesmal führt nicht Shakespeare-Spezialist Kenneth Branagh Regie, sondern Alan Taylor. Das könnte aber interessant werden, war dieser doch bisher vor allem in Qualitätsserien wie den "Sopranos" und "Game of Thrones" im Einsatz. Das (Stief-)Bruderdrama mit Loki (Tom Hiddleston) dürfte sich diesmal in Grenzen halten, tritt Thor doch diesmal gegen Lichtalben (Dark Elves) an. Ab 7. November
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Rechtzeitig zum Thanksgiving-Wochenende in den USA soll auch der zweite Teil der "Hunger Games"-Reihe fertig sein: In Teil eins (im Bild) mussten Jennifer Lawrence und Josh Hutcherson in einer brutalen Fernsehshow um ihr Leben kämpfen, in Teil zwei "Die Tribute von Panem 2 – Catching Fire" wird es für die beiden auch nicht gemütlicher. Regie führt diesmal - und auch bei den zwei übrigen Teilen - Francis Lawrence ("I am Legend"). Ab 22. November in den USA, Österreich-Start noch nicht fixiert
Aus Blockbuster-Perspektive wird 2013 genau so abgeschlossen wie das Jahr 2012: Mit Peter Jacksons Mittelerde-Epos. Teil zwei Der Hobbit: Die Einöde von Smaug" (The Desolation of Smaug) mit Martin Freemann als Bilbo Beutlin und Benedict Cumberbatch als Drache läuft am 13. Dezember an.
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Wenn alles gut geht, wird es irgendwann im Herbst außerdem richtig schön brutal: Regisseur Nicolas Winding Refn und Ryan Gosling sorgten 2011 mit "Drive" für Furore, ihr Nachfolgeprojekt heißt "Only God Forgives". Darin regeln ein Polizist und ein Gangster Konflikte durch Thai-Box-Kämpfe. Wenn jemand Ästhetik in Gewalt finden kann, dann Refn.Gosling spielt übrigens in einem zweiten interessanten Projekt eine Hauptrolle: Er raubt in "The Place Beyond the Pines" Banken aus, um für seinen Sohn zu sorgen. Sein Gegenspieler ist Bradley Cooper, Regie führte Derek Cianfrance ("My Blue Valentine"). Ab 21. Juni
Interessantes kommt auch von diesen Filmemachern: "Inside Llewyn Davis" von Joel und Ethan Coen startet in den USA im Februar. (Österreich-Filmstart noch nicht fixiert) Jim Jarmusch dreht "Only Lovers Left Alive", eine Vampir-Liebesgeschichte mit Tilda Swinton und Tom Hiddleston. Terrence Malick dreht (nach Jahrzehnten, in denen er sich rar machte) gleich drei Filme mit dutzenden Hollywood-Stars: "Voyage of Time", " Knight of Cups" und ein noch unbetiteltes Projekt sollen alle noch 2013 (zumindest auf Festivals) zu sehen sein. Richard Linklater lässt in "Before Midnight" erneut Ethan Hawke und Julie Delpy einander lieben. Spielt zwischen "Before Sunrise" und "Before Sunset". Zu den Festivalaufregern zählen wird Lars von Trier, der mit dem Zweiteiler "Nymphomaniac" seine neusten Filme vorlegt. Angeblich sollen die Sex-Szenen echt sein.
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Außerdem steht Ulrich Seidls "Paradies"-Trilogie vor ihrem Abschluss. Kurz nach dem Kinostart von Teil 2 ("Glaube") läuft Teil 3 ("Hoffnung") im Wettbewerb der Berlinale und ab 22. Februar in den Kinos. Außerdem kommen im Laufe des Jahres die neuen Arbeiten von Erwin Wagenhofer ("Alphabet"), Marvin Kren ("Glazius") und Stefan Ruzowitzky ("Das Böse") ins Kino.
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