Rechtsstreit: Schadenersatz-Klage gegen Kovats

Ein ehemaliger Geschäftspartner geht vor Gericht.

wien. Der Industrielle Mirko Kovats, der jüngst beim Schweizer Technologiekonzern Unaxis den Übernahmekampf gewonnen hat, steht wegen seiner früheren Geschäftstätigkeit in Polen unter Beschuss. Kovats hat Anfang Juni einen von seinem ehemaligen Geschäftspartner Rudolf Krtina angestrengten Schadenersatzprozess über 371.437,69 Euro in erster Instanz verloren. Nun ist er mit einer weiteren Schadenersatzklage von Krtina konfrontiert. Diesmal geht es um 404.052,13 Euro, geht aus der der "Presse" vorliegenden Klagsschrift hervor.

Der Hintergrund: Krtina arbeitete in den 90er Jahren mit Kovats im Immobilien- und Bauprojektgeschäft in Polen zusammen und war 1998 Geschäftsführer eine Firma KCB (Kattowice Centrum & Business GmbH), die teilweise Kovats gehörte. Für ein Geschäftszentrum wurde bei der Weinviertler Sparkasse ein Kredit aufgenommen. Krtina besicherte diesen mit einem Sparbuch - gegen eine Schad- und Klaglos-Erklärung von Kovats.

Als der Kredit nicht zurückgezahlt wurde, behielt die Sparkasse das Sparbuch ein - "und ich war die 371.000 Euro los", sagt Krtina. Genau um diese Summe ging es beim ersten Verfahren. Da Krtina das Geld für ein anderes Projekt dringend brauchte, aber nicht hatte, entstand ihm ein weiterer Schaden von insgesamt 775.489,82 Euro (inklusive Zinsen und Spesen). Die Differenz zu der Summe aus dem ersten Verfahren klagt Krtina nun ein.

Kovats sagte dazu der "Presse", er habe gegen das Ersturteil Berufung eingebracht, die zweite Klage kenne er noch nicht.

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