Das Volumen der heimischen Investmentfonds wuchs 2004 kräftig, am besten liefen die Austro-Aktienfonds.
Wien (red/apa). Investmentfonds werden in Österreich bald mit den Spareinlagen gleichziehen. Ende 2004 verwalteten die heimischen Kapitalanlagegesellschaften ein Fondsvolumen von 124,8 Mrd. Euro. Das waren um 13,8 Mrd. Euro mehr als ein Jahr zuvor und nur noch rund zehn Mrd. Euro weniger als der Spareinlagenstand von Ende Oktober 2004.
Die Kursgewinne der heimischen Fonds machten 2004 insgesamt 6,7 Prozent aus. Viel besser schnitten die auf österreichische Aktien spezialisierten Fonds ab, die von der exzellenten Entwicklung der Börse Wien profitierten und mit durchschnittlich plus 53,3 Prozent Performance-Spitzenreiter waren. Der beste unter den Austro-Aktien-Fonds war mit plus 62,9 Prozent der "Espa Stock Vienna" der Sparinvest, der Fondsgesellschaft der Erste Bank.
Durchwegs positiv entwickelten sich die neuen staatlichen geförderten Pensionsvorsorge-Fonds. Die schwerpunktmäßig an der Wiener Börse veranlagten Fonds konnten von der Kursrally der heimischen Aktien profitieren. Die Performance jener Vorsorgeprodukte, die bereits mindestens ein Jahr existieren, lag zwischen 24 und 30 Prozent.
Schwächster Fonds war 2004 der "Gold Stock" der Capital Invest, der Fondsgesellschaft der BA-CA. Der ehemalige Highflyer weist laut Statistik der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) ein Minus von 16,1 Prozent aus. In den schlechten Aktienjahren 2001 und 2002 hatte sich der "Gold Stock" dank der damaligen Gold-Rally noch an der Spitze der Performance-Rankings befunden. Allein im Jahr 2002 hatte der Goldminen-Fonds 50 Prozent zugelegt.
Mit Abstand am beliebtesten sind bei den Österreichern Rentenfonds, auf die Ende 2004 knapp die Hälfte des gesamten Fondsvolumens entfiel. 1995 war es noch knapp 70 Prozent. Der Anteil der Aktienfonds stieg binnen 20 Jahren von 5,3 auf 15,2 Prozent.