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Syrien: Belgischer Journalist in Aleppo getötet

Syrien Belgischer Journalsit Aleppo
Symbol(c) REUTERS (ALI JAREKJI)
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Den 58-Jährigen soll eine Kugel der Regierungstruppen getroffen haben. Unterdessen hat die Mutter von Syriens Diktator Assad das Land verlassen.

Das Bürgerkriegsland Syrien ist für Journalisten momentan weltweit der gefährlichste Ort. In der umkämpften Stadt Aleppo ist nun der belgische Journalist Yves Debay ums Leben gekommen. Das berichteten syrische Revolutionäre am Freitag. Ihren Angaben zufolge traf den 58-Jährigen am Donnerstag eine Kugel der Regierungstruppen, als er vor dem Zentralgefängnis der Stadt ein Gefecht zwischen den Rebellen und den Truppen von Präsident Bashar al-Assad verfolgte. Die Revolutionäre veröffentlichten ein Video, das seine Leiche zeigt.

Um Präsident Assad wird es unterdessen immer einsamer. Nach seiner Schwester Bushra soll sich nun auch seine Mutter, Anisa Machluf, in das arabische Emirat Dubai abgesetzt haben. Das meldete die in Regierungskreisen gut vernetzte regimekritische Website "All4Syria" am Freitag.

Auch der Aderlass der syrischen Armee geht weiter. Rund 450 Soldaten sollen kürzlich in Damaskus desertiert sein. Das berichtete das Lokale Koordinierungskomitee für die Syrische Revolution, allerdings ohne den genauen Ort oder Zeitpunkt der Fahnenflucht zu benennen. Ihren Angaben zufolge sollen die Soldaten in ihre Heimatprovinzen Al-Hassake, Deir as-Saur und Al-Rikka zurückgekehrt sein. Am Freitag zählten die Regimegegner bis zum Nachmittag landesweit 58 Tote.

 

(APA/dpa/AFP)