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Mali: Frankreichs Verbündete sollen Gegner hinrichten

Angeblich Menschenrechtsverstöße bei Militäreinsatz in Mali
Malischer SoldatAP
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Menschenrechtsaktivisten erheben schwere Vorwürfe gegen die malische Armee. Frankreich zeigt sich über die Berichte besorgt.

Malische Soldaten sollen bei ihrem von Frankreich unterstützten Einsatz gegen die Islamisten im Norden des Landes Menschen willkürlich hingerichtet haben. Das berichtet die Internationale Vereinigung der Ligen für Menschenrechte (FIDH).

Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian sprach am Mittwochabend von einem "Risiko", ohne die Vorwürfe zu bestätigen. Er rief in französischen Medien auf, "extrem wachsam" in dieser Frage zu sein. Frankreich zähle auf die malischen Offiziere. "Die Ehre steht auf dem Spiel." Dem FIDH-Bericht zufolge sollen malische Soldaten unter anderem Tuareg getötet haben. "Die Tuareg sind unsere Freunde", sagte Le Drian. "Die Tuareg sind in Nordmali zu Hause. Wir müssen sie als Malier achten wie alle anderen."

Die Hingerichteten sollen beschuldigt worden sein, die Islamisten unterstützt zu haben. Andere seien im Besitz von Waffen gewesen, hätten sich bei Kontrollen nicht ausweisen können oder hätten schlicht einer verdächtigen Volksgruppe angehört.

Nach FIDH-Informationen gab es solche Hinrichtungen in Sevare, Mopti, Niono und anderen Ortschaften in dem Konfliktgebiet. In Sevare seien mindestens elf Menschen getötet worden. Es lägen auch glaubwürdige Berichte über 20 weitere Hinrichtungen in dem Gebiet vor, bei denen die Leichen anschließend hastig verbrannt worden seien.

(APA/dpa)