Im Keller: Pinot Noir 2010 Reserve

Pinot Noir als Verführer.

Pinot Noir ist so eine Sache. Alle schwärmen davon, aber insgeheim bevorzugen die meisten Blaufränkisch und Cabernet Sauvignon. Dabei findet man hierzulande immer öfter immer bessere Burgunder. Vor allem in der Thermenregion. Dort zählt Leopold Aumann seit vielen Jahren zu den bekannten Größen. Wer Aumann sagt, muss vor allem St. Laurent sagen. Mit dieser spannenden wie schwierigen Sorte spielt er sich wie kaum ein anderer. Mein aktueller Lieblingswein des Winzers aus Tribuswinkel ist allerdings der Pinot Noir Reserve 2010.

Ein graziler, charmanter, eher zarter Rotwein. Das Gegenteil von wuchtig. Schöner Duft nach Beeren, feine Säure. Toller Trinkfluss, angenehmes Kräuteraroma. Was mir an diesem Wein aber besonders gefällt: Ich muss ihn nicht allein trinken. Auch Bekannte, die burgundermäßig noch nicht so fit sind, mögen diesen Wein. Es ist also quasi der perfekte Pinot Noir für all jene, die von sich behaupten, keinen Pinot Noir zu mögen. Was Aumanns Pinot auszeichnet, ist seine relativ laszive Fruchtsüße. Die verführt offenbar auch Bordeaux-Fans. Mir soll’s recht sein.

Weingut Aumann, www.aumann.at
Pinot Noir 2010 Reserve, kostet ab Hof 12,50 Euro

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