Guten Morgen Wien: Der ATX sucht noch die Richtung

Marktvorschau. Während die europäischen Börsen zum Wochenstart behauptet erwartet werden, richtet sich Wien auf Stagnation ein.

Wien/Frankfurt am Main. Heimische Aktienhändler erwarten die Eröffnung an der Wiener Börse am Montag mit unveränderter Tendenz. Zu Handelsbeginn dürfte der ATX nach Händlerschätzungen ungefähr auf dem Schluss-Stand vom Freitag (2.459,38) liegen. Der APA-Konsensus, die ATX-Prognose wichtiger Banken, geht von einem ATX-Schluss bei 2.455 Punkten aus.
Für Unterstützung dürften gute Vorgaben aus den USA und China sorgen. Zum Wochenbeginn stehen zudem wichtige Konjunkturdaten aus den USA auf der Agenda. Hohen Einfluss messen die Analysten der Landsbank Hessen Thüringen (Helaba) insbesondere den Auftragseingängen langlebiger Wirtschaftsgüter für Dezember bei.

Unter den heimischen Einzelwerten könnten voestalpine für Aufmerksamkeit sorgen. Der oberösterreichische Stahlkonzern erwartet im ersten Halbjahr 2013 keinen Aufschwung. "Wir sehen bis zum Sommer keine breite Erholung der Konjunktur", sagte Vorstandschef Wolfgang Eder der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Erst in der zweiten Jahreshälfte bestehe Hoffnung auf einen Aufschwung, wenn sich die Eurokrise weiter beruhige und die USA ihren Haushaltsstreit beilegten.

Darüber hinaus rückten Analystenkommentare die entsprechenden Titel ins Blickfeld. Die Experten von Raymond James haben am Freitag nach Börsenschluss infolge der jüngsten Zahlen für 2012 ihr Anlagevotum für die Aktien der Vienna Insurance Group (VIG) von "Outperform" auf "Market Perform" zurückgenommen. Als neues Kursziel gaben die Experten 39,0 Euro an, nachdem zuvor ein Wert von 37,80 Euro errechnet worden war.

Die europäischen Börsen dürften am Montag mit einem knappen Plus an ihre zuletzt positive Entwicklung anknüpfen. Der Future auf den Euro-Stoxx-50 notierte in der Früh 0,15 Prozent höher als zum Handelsschluss am Freitag, als sich der Leitindex der Eurozone auf dem höchsten Stand seit Juli 2011 ins Wochenende verabschiedet hatte.
Den Londoner FTSE-100 taxierte der Broker Finspreads am Montagmorgen 0,05 Prozent über dem Freitags-Schlussskurs, der sogar den höchsten Stand seit Mai 2008 bedeutet hatte. Auch der DAX wird nach seinem Befreiungsschlag vom Freitag zum Start der neuen Woche freundlich erwartet. Der deutsche Leitindex war nach einer Seitwärtsphase seit Jahresbeginn auf den höchsten Stand seit fünf Jahren gesprungen. Nun deutet der X-DAX als außerbörslicher Indikator einen um 0,06 Prozent festeren Start an.
Helaba-Analyst Christian Schmidt sieht "gute Chancen für eine Fortsetzung des Aufwärtsimpulses". Im DAX seien die Blicke nun auf die runde Marke von 8.000 Punkten gerichtet. Das letzte Mal hatte der DAX auf diesem Niveau im Januar 2008 notiert.
Als Stütze für den Markt erinnerte Stratege Stan Shamu von IG nochmals an den europäischen Bankensektor, der vor dem Wochenende mit einer unerwartet hohen Rückzahlung aus den Krisenhilfen der Europäischen Zentralbank (EZB) positiv überrascht hatte.

APA/dpa-AFX

(APA/dpa-AFX/ekh)

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