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Hollandes Freundin wird vorübergehend Ehefrau

Valerie Trierweiler und Francois HollandeReuters
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Frankreich hat für den Indien-Besuch seines Präsidenten und dessen Lebensgefährtin eine pragmatische Lösung gefunden.

Frankreich hat sich längst daran gewöhnt, dass seine Staatschefs öfter von ihren Freundinnen denn von ihren Ehefrauen begleitet werden. Indien stand vor dem Staatsbesuch des französischen Präsidenten Francois Hollande Mitte Februar jedoch erneut vor einem Problem des richtigen Protokolls. Und entschied sich für eine pragmatische Lösung: Aus Valerie Trierweiler wird die Ehefrau Hollandes - zumindest für die Zeit des Besuchs auf dem Subkontinent.

"Uns wurde gesagt, dass sie mit der gleichen Gastfreundschaft wie eine Ehefrau bedacht werden solle", sagte ein Sprecher des indischen Außenministeriums am Montag nach Konsultationen mit der französischen Regierung. Da hatte es die Lebensgefährtin von Hollandes konservativem Vorgänger, Nicolas Sarkozy, schon schwerer. Sie sagte vor fünf Jahren ihre Indien-Reise ab, nachdem die Zeitungen des Landes aber darüber spekuliert hatten, ob das Paar wohl ein Hotelzimmer teilen werde und wo Carla Bruni beim Bankett sitzen solle. Freilich holte auch Bruni die Reise später nach - allerdings erst, als sie schon offiziell mit Sarkozy verheiratet war.

Doch auch Trierweiler muss sich seit der Wahl Hollandes im vergangenen Mai immer wieder mit ihrer Rolle als unverheiratete First Lady auseinandersetzen. Vergangenes Jahr brachten US-Journalisten in Washington Trierweiler auf die Palme, als sie nach ihrem Status beim G-8-Gipfel fragten. "Sie haben mich immer wieder gefragt, ob ich da überhaupt sein durfte", sagte die erboste Trierweiler französischen Zeitungen nach ihrer Rückkehr. "In was für Zeiten leben wir eigentlich?"

(APA/AFP)