Am heimischen Markt rückten Analystenstimmen die entsprechenden Titel in den Blickpunkt.
Die Wiener Börse hat sich heute, Mittwoch, zu Mittag bei durchschnittlichem Volumen mit freundlicher Tendenz präsentiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2398,81 Punkten errechnet, das ist ein Plus von 10,93 Punkten bzw. 0,46 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,34 Prozent, FTSE/London +0,26 Prozent und CAC-40/Paris -0,68 Prozent. Im Blickpunkt der Anleger stünde die morgige EZB-Ratssitzung. Darüber hinaus fehle es an Impulsen am Markt, hieß es von Händlerseite. Auf Konjunkturebene wurde von Expertenseite auf die neuen Zahlen zu den Industrieaufträgen in Deutschland verwiesen.
Am heimischen Markt rückten Analystenstimmen die entsprechenden Titel in den Blickpunkt. Im Rahmen einer Branchenstudie zum europäischen Versorgersektor hat die Berenberg Bank die Papiere des Verbund mit "Sell" wieder neu in ihre Coverage aufgenommen. Das Kursziel wurde bei 14,50 Euro festgesetzt. Bei den Strompreisen rechnen die Experten derzeit nicht mit einer Erholung und die Wasserkrafterzeugung dürfte sich nach einer überdurchschnittlichen Performance 2012 im laufenden Jahr 2013 wieder normalisieren. Verbund-Papiere zählten mit einem klaren Plus von über zwei Prozent auf 16,51 Euro zu den größten Gewinnern auf der Kurstafel.
Ebenfalls im Rahmen einer Sektorstudie haben die Analysten der Baader Bank ihre Einschätzung für die Aktien des heimischen Aluminiumherstellers AMAG von "Buy" auf "Hold" gesenkt. Begründet wurde diese Entscheidung mit den jüngsten Kursgewinnen. Das Kursziel wurde leicht von 23,00 auf 24,50 Euro angehoben. Trotz der Herabstufung betonnen die Analysten, dass sie die AMAG-Anteilsscheine weiterhin positiv betrachten. Sie erwarten jedoch keine größeren Einkommenszuwächse im Jahr 2013. Die Titel zeigten sich im Frühhandel mit einem Aufschlag von 0,62 Prozent auf 23,67 Euro.
voestalpine gerieten in den Fokus, nachdem der weltgrößte Stahlhersteller ArcelorMittal im vierten Quartal besser abgeschnitten hatte als befürchtet. "2012 war ein sehr schwieriges Jahr für die Stahlindustrie", sagte Konzernchef Lakshmi Mittal. Vor allem in Europa sei die Nachfrage nach Stahl um weitere 8,8 Prozent gesunken. Darüber hinaus äußerte sich die Baader Bank zur voestalpine. Die Experten stufen die Titel von "Buy" auf "Hold" nach unten, halten aber das Kursziel von 28,00 Euro unverändert bei. Von den anstehenden Quartalszahlen erwarten die Experten keine Überraschungen. Die Titel notierten zu Mittag kaum verändert um 0,04 Prozent höher bei 26,75 Euro.
Do&Co grenzten die Anfangsverluste im Verlauf etwas ein und zeigten sich zuletzt um nur mehr 0,54 Prozent schwächer bei 36,20 Euro. Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) und von Kepler Capital Markets erwarten für die am morgigen Donnerstag anstehenden Neunmonatszahlen des Cateringunternehmens sowohl bei den Umsätzen als auch beim Gewinn positive Ergebnisse.
Die Anteilsscheine von conwert gewannen um knapp ein Prozent auf 9,85 Euro dazu. Die Wertpapierexperten der Baader Bank haben ihr Anlagevotum für die Aktien von "Hold" auf "Buy" nach oben gestuft. Gleichzeitig haben sie das Kursziel von 9,00 auf 11,10 Euro angehoben.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX gegen 10.00 Uhr bei 2404,21 Punkten, das Tagestief lag zu Sitzungsbeginn bei 2386,97 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 0,43 Prozent höher bei 1179,61 Punkten. Im prime market zeigten sich 22 Titel mit höheren Kursen, 14 mit tieferen und keiner unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.
(APA)