Analyse

Wie sich die SPD von ihrem eigenen Tiefpunkt aufraffte

In der Regierung statt im SPD-Vorsitz: Olaf Scholz und Klara Geywitz.
In der Regierung statt im SPD-Vorsitz: Olaf Scholz und Klara Geywitz.ANNEGRET HILSE
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Auch die deutsche Sozialdemokratie stand vor einem Neuanfang. Die Österreicher wollten daraus eigentlich ihre Lehren ziehen.

Von Christoph Zotter

Es ist noch nicht so lang her, da konnte man in der SPD-Zentrale im Willy-Brandt-Haus in Berlin immer wieder auf Österreicher treffen. In den Wochen und Monaten nach dem überraschenden Wahlsieg der deutschen Sozialdemokraten im Herbst 2021 flogen sie öfter in die deutsche Bundeshauptstadt – nicht nur, um zu gratulieren oder den Glanz des Wahlsiegers etwas auf sich abstrahlen zu lassen.

Pamela Rendi-Wagner (damals SPÖ-Chefin) und Christian Deutsch (damals SPÖ-Bundesgeschäftsführer) wollten lernen, wie es den großen Nachbarn gelungen war, nach Jahren des Streits und der schlechten Umfragewerte ins Kanzleramt einzuziehen. Sogar zur Hamburger Werbeagentur, die den spröden Olaf Scholz als Macher zu inszenieren verstand, suchten sie Kontakt. Den wichtigsten Faktor für die Rückkehr der deutschen Sozialdemokraten konnten sie aber nicht umsetzen.

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