Performance

Zu leise, zu hoch, zu zittrig: Wie überzeugt die Stimme bei Auftritten?

Es lohnt sich, vor Events eine Power-Posing-Pause einzulegen.
Es lohnt sich, vor Events eine Power-Posing-Pause einzulegen.(c) Die Presse/Clemens Fabry
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Eine offene Haltung signalisiert Furchtlosigkeit, Blickkontakt schafft es, Aufmerksamkeit zu erregen. Sicher zu stehen deutet auf hohes Selbstbewusstsein hin. Und: Auch die Stimme führt.

Jede Managerin muss früher oder später vor einer Gruppe sprechen. Selbst, wenn es sich dabei „nur“ um die Mitarbeitenden handelt. Sich ins Rampenlicht zu stellen fällt vielen nicht leicht. „Die meisten überschätzen sich. Sie denken: Wer im Alltag gut sprechen kann, überzeugt auch auf einer Bühne oder vor Publikum“, sagt die Moderationstrainerin Belinda Veber. Damit liegen sie jedoch falsch. „Gut zu präsentieren muss gelernt sein.“ Die Vorbereitung ist essenziell: „Es ist wichtig, sich neben dem Inhalt vorab zu überlegen: Wie gehe ich auf die Bühne, und wie schicke ich meine Stimme in den Raum?“

Dafür rät sie, Alltagssituationen zu nutzen. An der Supermarktkassa bewusst auf die Körperhaltung zu achten und bei einer Bitte die Stimmlage zu kontrollieren. Denn: Je tiefer die Stimme, desto kompetenter wirken Vortragende. Dieses Phänomen wurde auch an der Fuqua School of Business in North Carolina untersucht. Anhand von 792 Redebeiträgen kommen die Autoren zu dem Schluss, dass CEOs mit tieferer Stimme größere Unternehmen leiten und eine um 22,1 Hertz tiefere Stimme mit einer um 151 Tage längeren Amtszeit korreliert hat.

„Hier gilt es jedoch, zwischen Tonhöhe und -umfang zu unterscheiden“, fügt Diana Dressler hinzu. Die ehemalige Opernsängerin ist als Stimm- und Charisma-Coachin in Wien tätig.


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