Philharmoniker

Sommernachtskonzert: Ja, Elīna Garanča ist ein Bühnenereignis

Drei Arien, drei Roben: Elīna Garanča, hier während der „Habanera“ aus Bizets „Carmen“.
Drei Arien, drei Roben: Elīna Garanča, hier während der „Habanera“ aus Bizets „Carmen“. APA / Tobias Steinmaurer
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Die Philharmoniker und der weltbeste Mezzo widmeten sich am Donnerstag, wieder einmal knapp einer Wetterkatastrophe entronnen, Musik von Bizet bis Ravel. Nicht alles davon taugte aber für eine Freiluftaufführung - oder eine Rundfunkübertragung.

Elīna Garanča rechtfertigte diesmal jeden Aufwand: Der Fernsehübertragung zuliebe erschien die Künstlerin für jeden Auftritt in einer anderen Robe. Die Eurovision bekam, was man international erwartet haben mochte: Die Garanča, das ist ja, man weiß es, ein Bühnenereignis, gerade weil ihre optische Präsenz so ideal mit der akustischen verschmilzt. Zuallererst einmal ist es die Stimme, die hier regiert und deren Qualität in dem für diesmal im Schönbrunner Schlosspark gewählten, rein französischen Programm in vielerlei Facetten zu hören war.

Da war einmal die vielleicht populärste französische Opernnummer, die „Habanera“ aus Bizets „Carmen“, die zu einem Kabinettstück an fein differenzierten, zwischen Siegesgewissheit und zynischer Überlegenheit balancierten Nuancen wurde: unwiderstehlich, wie sie sein soll – und die dank der Allgewalt des herrschenden Regisseur-Terrors in unseren Opernhäuser kaum noch irgendwo so ungestört, in solcher Natürlichkeit und Selbstverständlichkeit zu erleben ist.

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